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PROGRAMMDETAIL

Kammerkonzert • Ensemble WienBerlin

PROGRAMM

PAUL TAFFANEL • Bläserquintett g-Moll

GYÖRGY LIGETI • Sechs Bagatellen für Bläserquintett (1953)

HARRISON BIRTWISTLE • 5 Distances for 5 Instruments (1992)

TOSHIO HOSOKAWA • Neues Werk
Uraufführung

CARL NIELSEN • Quintett für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott op. 43

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INTERPRETEN

Ensemble WienBerlin
Karl-Heinz Schütz, Flöte
Hansjörg Schellenberger, Oboe
Norbert Täubl, Klarinette
Richard Galler, Fagott
Stefan Dohr, Horn


Am 28. März 2013 ist der ehemalige Soloflötist der Wiener Philharmoniker Prof. Wolfgang Schulz im Alter von 67 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben. Wir trauern um den großen Musiker, der zu den namhaftesten Flötisten unserer Zeit zählte. Karl-Heinz Schütz, der ihm als Soloflötist der Wiener Philharmoniker nachfolgte, übernimmt neu in diesem Konzert seinen Part.

Ohne Titel, © Eva Schlegel

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EDITORIAL 2013

Das Konzert 2013

von Alexander Pereira und Florian Wiegand

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Kammerkonzerte

Olivier Messiaens Visions de l’Amen, eine religiöse Meditation aus dem Jahre 1943, deren emotionale Intensität geradezu überwältigend ist, eröffnet den Kammermusikzyklus und bildet den Auftakt zur Auseinandersetzung mit dem kammermusikalischen Schaffen Harrison Birtwistles, denn Messiaen und seiner Turangalîla-Symphonie ist es zu verdanken, dass sich der ehemalige Klarinettist dem Komponieren zuwandte. Strawinsky, Varèse und Messiaen dürfen neben Konstruktionsprinzipien von mittelalterlicher und Renaissance-Musik als seine Haupteinflüsse gelten, ohne dass dies der Musik anzuhören wäre. Birtwistle, dessen Name, wie er selbst gern betont, ins Deutsche übersetzt eine seltsame Nähe zum Begriff „Vogelpfeife“ hat, ist immer von der Körperlichkeit der Klänge besonders berührt worden, was insbesondere in seinem kammermusikalischen Schaffen zum Ausdruck kommt. Das früheste der in unserem Zyklus zu hörenden Werke ist 5 Distances for 5 Instruments von 1992, das seine Beschäftigung mit Stockhausens Zeitmaße widerspiegelt. Das Ensemble WienBerlin kombiniert es mit Ligetis Sechs Bagatellen für Bläserquintett sowie der Uraufführung eines Auftragswerkes der Salzburger Festspiele an Toshio Hosokawa und umgibt sein Programm mit einem spätromantischen Rahmen.
Romantisch ausgerichtet ist auch der Abend der Brüder Capuçons & Friends, die Birtwistles Klaviertrio von 2010 und Bourdon von 2009 mit zwei Klavierquartetten von Fauré und Brahms kontrastieren. Die Bearbeitung dreier Fugen aus Bachs Kunst der Fuge durch den 1934 geborenen englischen Komponisten findet im Konzert des Simón Bolívar String Quartet eine aparte Umrahmung durch das erste Streichquartett des Argentiniers Alberto Ginastera einerseits und Maurice Ravels einzigem Streichquartett andererseits, in das dieser rhapsodische Elemente sowie baskische Tanzrhythmik mit einfließen ließ.