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PROGRAMMDETAIL

Giuseppe Verdi • Otello

Dramma lirico in vier Akten

Neuinszenierung
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Koproduktion mit dem Teatro dell'Opera Roma

Dauer der Vorstellung: ca. 3 Stunden

PREMIERE

  • 01. August 2008, 19:30 Uhr

AUFFÜHRUNGEN

  • 05. August 2008, 19:30 Uhr
  • 10. August 2008, 19:30 Uhr
  • 17. August 2008, 15:00 Uhr
  • 21. August 2008, 19:30 Uhr
  • 24. August 2008, 19:30 Uhr
  • 27. August 2008, 19:30 Uhr

SPIELSTÄTTE

Großes Festspielhaus

Programm drucken (PDF)

LEADING TEAM

Riccardo Muti, Dirigent
Stephen Langridge, Regie
George Souglides, Bühnenbild
Emma Ryott, Kostüme
Giuseppe Di Iorio, Licht
Philippe Giraudeau, Choreographie
Malcolm Ranson, Kampfszenen
Thomas Lang, Chöre

BESETZUNG

Aleksandrs Antonenko, Otello
Franco Farina (27.08), Otello
Barbara Di Castri, Emilia
Marina Poplavskaya, Desdemona
Maria Luigia Borsi (21.08), Desdemona
Carlos Álvarez, Jago
Nicola Alaimo (24.08), Jago
Stephen Costello, Cassio
Antonello Ceron, Roderigo
Mikhail Petrenko, Lodovico
Simone Del Savio, Montano
Andrea Porta, Ein Herold
Wiener Philharmoniker
Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor

ZUR PRODUKTION

Otello ist ein intimes Drama, eine nüchterne Betrachtung der zerstörerischen menschlichen Emotionen: Eifersucht und Neid. Aber diese Emotionen existieren nur innerhalb eines sozialen Kontextes.
Die Macht Venedigs begründete sich auf Kommerz und Kastenwesen: Um sicherzustellen, dass der Wohlstand den adligen Familien erhalten blieb, anstatt sich über Generationen zu zerstreuen, war es üblich, dass in jeder Familie nur ein Sohn und eine Tochter heiraten durften. Die übrigen wurden Geschäftsleute oder Politiker, Nonnen oder alte Jungfern. Angesichts vieler unverheirateter Adliger verwundert es nicht, dass Venedig bald den Ruf einer sexuell freizügigen Stadt genoss.
Die drei Hauptprotagonisten der Tragödie sind von der Gesellschaft ausgeschlossen: Otello ist ein Fremder, der sich aufgrund seiner kulturellen, sprachlichen, religiösen und regionalen Herkunft abhebt; Jago ist ebenfalls kein Adliger; Desdemona hat ihre adlige Familie verraten und sich von ihr losgesagt, indem sie gegen den Willen ihres Vaters geheiratet hat. Cassio hingegen ist Teil des Establishments. Eine Gesellschaft wie diese bietet den idealen Nährboden für den verderblichen Virus der Eifersucht – vor allem, wenn der Betroffene ein Außenseiter ist, für den die inneren Abläufe der venezianischen Gesellschaft ein Rätsel bleiben, ein Abgrund von Andeutungen und Augenzwinkern, während ihre Moral nur allzu offensichtlich ist.  
Stephen Langridge



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