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PROGRAMMDETAIL

Béla Bartók • Herzog Blaubarts Burg

Oper in einem Akt op. 11 Sz 48
Text von Béla Balázs nach einem Märchen von Charles Perrault
und
Vier Orchesterstücke op. 12 Sz 51
Cantata profana – Die neun Zauberhirsche für Tenor, Bariton, gemischten Doppelchor und Orchester Sz 94
Text nach rumänischen Balladen

Neuinszenierung
In ungarischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Dauer der Vorstellung: ca. 2 Stunden

PREMIERE

  • 06. August 2008, 18:30 Uhr

AUFFÜHRUNGEN

  • 14. August 2008, 20:00 Uhr
  • 18. August 2008, 20:00 Uhr
  • 23. August 2008, 20:00 Uhr

SPIELSTÄTTE

Großes Festspielhaus

Programm drucken (PDF)

LEADING TEAM

Peter Eötvös, Dirigent
Gregory Vajda (23.8.), Dirigent 
Johan Simons, Regie
Daniel Richter, Bühnenbild
Greta Goiris, Kostüme
Mark Van Denesse, Licht
Sanne van Rijn, Choreographie
Koen Tachelet, Thomas Wördehoff, Dramaturgie
Jörn Hinnerk Andresen, Chöre

BESETZUNG

Falk Struckmann, Herzog Blaubart
Michelle DeYoung, Judith
Lance Ryan, Tenor
André Jung, Schauspieler
, Der Sohn
Wiener Philharmoniker
Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor

ZUR PRODUKTION

Es gehört zu den düstersten Liebesgeschichten der Literatur: das barocke Märchen vom Ritter Blaubart aus Charles Perraults Sammlung Contes de ma mère l'oye. Unzählige Dichter, Komponisten und Filmregisseure haben sich der Fabel angenommen – das Geheimnis des Frauen mordenden Edelmannes war Vorlage für Dramen, Operetten und finstere Allegorien. Der ungarische Literat und Cineast Béla Balázs schrieb 1911 für Béla Bartóks einzige Oper Herzog Blaubarts Burg ein Libretto über Verlorenheit, Hoffnungslosigkeit und die Angst vor der Liebe. Kurz nach Beendigung der Partitur begann Bartók mit der Komposition der Klavierfassung seiner Vier Orchesterstücke op. 12, in denen er den Tonfall des Blaubart aufgreift – zuweilen scheinen die Orchesterstücke ein Echo auf seine Oper zu sein. Mit dem großen Chorwerk Cantata profana schließlich schrieb Béla Bartók 1930 seine leidenschaftliche Ode an die Metamorphosen des Lebens. Die neun Zauberhirsche, so der Untertitel, basiert auf rumänischen Weihnachtsliedern: Neun Brüder gehen auf die Jagd, bis sie beim Überschreiten einer Brücke in Hirsche verwandelt werden.
Johan Simons reflektiert bei seiner Inszenierung dieses dreiteiligen Bartók-Abends "Identität, Projektionen, Traumata und Selbsterfindung" des Menschen, für ihn die wichtigsten Komponenten von Märchen. Auch der modernen. 
Thomas Wördehoff



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