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PROGRAMMDETAIL

Anton P. Tschechow • Die Möwe

Produktion des Deutschen Theaters Berlin

Koproduktion mit der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz

Dauer der Vorstellung: ca. 3 Stunden,
1 Pause

PREMIERE

  • 26. Juli 2009, 20:00 Uhr

AUFFÜHRUNGEN

  • 28. Juli 2009, 19:30 Uhr
  • 29. Juli 2009, 19:30 Uhr
  • 31. Juli 2009, 19:30 Uhr
  • 01. August 2009, 19:30 Uhr
  • 02. August 2009, 16:00 Uhr
  • 04. August 2009, 19:30 Uhr

Programm drucken (PDF)

LEADING TEAM

Jürgen Gosch, Regie
Johannes Schütz, Bühne und Kostüme
Bettina Schültke, Dramaturgie
Torsten König, Licht

BESETZUNG

Corinna Harfouch, Irina Nikolajewna Arkadina
Jirka Zett, Konstantin Gawrilowitsch Treplew
Christian Grashof, Pjotr Nikolajewitsch Sorin
Kathleen Morgeneyer, Nina Michajlowna Saretschnaja
Bernd Stempel, Ilja Afanasjewitsch Schamrajew
Simone von Zglinicki, Polina Andrejewna
Meike Droste, Mascha
Alexander Khuon, Boris Alexejewitsch Trigorin
Peter Pagel, Jewgenij Sergejewitsch Dorn
Christoph Franken, Semjon Semjonowitsch Medwedenko
Ben Clark, Jakow
Przemek Zybowski, Koch
Theresa Schütz, Stubenmädchen

ZUR PRODUKTION

Der Lehrer liebt Mascha, Mascha liebt Kostja, der wiederum liebt Nina, die liebt den Schriftsteller Trigorin, der jedoch nur sich selbst liebt. In Tschechows bittersüßer Komödie Die Möwe geht es um die Liebe im Überstehen des Unglücks, um das Entkommen aus der Öde der Provinz und die Produktion von Kunst: „Wir beschreiben das Leben so wie es ist und weiter weder piep noch pup. Wir haben weder Nah- noch Fernziele, unser Herz ist wie leergefegt. Wir haben keine Politik, an eine Revolution glauben wir nicht, wir haben keinen Gott, haben keine Angst vor Gespenstern. Ob dies eine Krankheit ist oder nicht – es geht nicht um die Bezeichnung, sondern um das Eingeständnis unserer Lage“, so Tschechow an einen Freund und Kollegen. Tschechow gelingt es, das Gefühlselend der leidenden Menschen in ihrer Alltäglichkeit und ihren Leerlauf in einer materiell saturierten Gesellschaft widerzuspiegeln und es gleichzeitig komisch und lachhaft wirken zu lassen.
Nur noch eine nachtschwarze Wand, als wäre alle Lebenswärme, alle Farbe gewichen, grundiert Die Möwe, mit der der Regisseur Jürgen Gosch und sein Ausstatter Johannes Schütz ihre Tschechow-Erkundung im Dezember 2008 am Deutschen Theater in Berlin fortsetzten. Noch nackter, noch ungeschützter zeigen die Schauspieler im Arbeitslicht der Probe auf der Vorbühne ihre Kunst, Konzentrate des Lebens aufglimmen und wieder verlöschen zu lassen. Es ist ja auch das Theater selbst, das in dieser Komödie der Verzweiflung zum Thema wird. Vermeintliche alte Bekannte erscheinen wie noch nie gesehen: die herbe, bemerkenswert unkokette Provinzdiva Arkadina der Corinna Harfouch, der ungewohnt junge, in seiner Seelenschlamperei umso monströsere Belletrist Trigorin des Alexander Khuon. Sie sind die Weitermacher, die über die Aufbrüche der Jungen hinweg schreiten: Nina, die erfolglose Schauspielerin (Kathleen Morgeneyer), zerbricht an der falschen Liebe, Kostja, der gescheiterte Theatererneuerer (Jirka Zett), geht in den Tod. Diese Dissonanz hält Jürgen Gosch unerbittlich durch: Am Ende friert das Gruppenbild vor der schwarzen Wand ein.




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