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PROGRAMMDETAIL

Christoph Willibald Gluck • Orfeo ed Euridice

Azione teatrale per musica in drei Akten

Wiener Fassung von 1762

Neuinszenierung
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

PREMIERE

  • 31. Juli 2010, 19:30 Uhr

AUFFÜHRUNGEN

  • 03. August 2010, 20:00 Uhr
  • 07. August 2010, 20:00 Uhr
  • 13. August 2010, 20:00 Uhr
  • 19. August 2010, 20:00 Uhr
  • 21. August 2010, 20:00 Uhr
  • 24. August 2010, 20:00 Uhr

SPIELSTÄTTE

Großes Festspielhaus

Programm drucken (PDF)

LEADING TEAM

Riccardo Muti, Musikalische Leitung
Dieter Dorn, Regie
Jürgen Rose, Bühnenbild und Kostüme
Tobias Löffler, Licht
Ramses Sigl, Choreographie
Hans-Joachim Ruckhäberle, Dramaturgie
Thomas Lang, Chöre

ZUR PRODUKTION

Am Beginn der Tod der Geliebten: Trauer, Klage, Schmerz, Einsamkeit und Auflehnung; am Ende der Sieg der Liebe und der Musik. Orpheus nimmt den Tod der Eurydike nicht hin, er fordert sie zurück; notfalls will er sie gewaltsam der Unterwelt entreißen. Das Eingreifen der Götter, verkörpert durch Amor, ist kein reiner Gnadenakt. Orpheus wird beim Wort genommen: Er darf in die Unterwelt hinabsteigen und die geliebte Frau zurückholen unter der Bedingung, sie nicht anzusehen und ihr keine Erklärung zu geben. Orpheus überwindet mit der Macht der Musik alle Hindernisse, nur nicht Eurydikes Widerstand: Sie will bewusst von ihm angesehen und begehrt werden. Er kann ihr nicht widerstehen, sie stirbt zum zweiten Mal. Orpheus will ihr in den Tod folgen. Doch es gibt noch ein Leben für die Liebenden – ein Geschenk der Götter.
Glucks 1762 in Wien uraufgeführte Azione teatrale per musica irritiert durch ihre Subjektivität und Intimität. Die Figuren entstammen der Mythologie; doch alles, was geschieht, geschieht nur aus Liebe.
Es gibt kein Reich, das zusammenzuhalten ist, keine Kinder, keine gesellschaftlichen Verpflichtungen, aber auch keine Schuld. So ist das glückliche Ende – häufig als konventionell angesehen – die Feier der Absolutheit des individuellen Gefühls über den Absolutismus jeder Macht.

Hans-Joachim Ruckhäberle



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