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PROGRAMMDETAIL

Charles Gounod • Roméo et Juliette

Oper in fünf Akten

Neueinstudierung
In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

PREMIERE

  • 10. August 2010, 19:30 Uhr

AUFFÜHRUNGEN

  • 13. August 2010, 15:00 Uhr
  • 16. August 2010, 19:30 Uhr
  • 18. August 2010, 19:30 Uhr
  • 20. August 2010, 19:30 Uhr
  • 23. August 2010, 19:30 Uhr
  • 24. August 2010, 15:00 Uhr
  • 27. August 2010, 19:30 Uhr
  • 30. August 2010, 19:30 Uhr

SPIELSTÄTTE

Felsenreitschule

Programm drucken (PDF)

LEADING TEAM

Yannick Nézet-Séguin, Musikalische Leitung
Bartlett Sher, Regie
Michael Yeargan, Bühnenbild
Catherine Zuber, Kostüme
Jennifer Tipton, Licht
Chase Brock, Choreographie
B. H. Barry, Kampfszenen
Thomas Lang, Chöre

BESETZUNG

Anna Netrebko, Juliette
Nino Machaidze (18.08, 24.08, 27.08, 30.08), Juliette
Piotr Beczala, Roméo
Stephen Costello (16.08, 18.08, 24.08), Roméo
Mikhail Petrenko, Frère Laurent
Dimitry Ivashchenko (27.08, 30.08), Frère Laurent
Darren Jeffery, Le Comte Capulet
Russell Braun, Mercutio, Freund von Roméo
Cora Burggraaf, Stéphano, Page von Roméo
Michael Spyres, Tybalt, Capulets Neffe
Susanne Resmark, Gertrude, Juliettes Amme
David Soar, Le Duc de Vérone
Mathias Hausmann, Le Comte Paris
Andrei Bondarenko, Grégorio
Adrian Strooper, Benvolio, Montaigus Neffe
Mozarteumorchester Salzburg
Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor

ZUR PRODUKTION

Shakespeares außergewöhnliches Schauspiel Romeo und Julia war in der Renaissance ein radikaler Text. Shakespeare griff darin neue Ideen, die am Hofe unter den Neuplatonikern populär waren, auf und dramatisierte sie. Die Neuplatoniker waren der Ansicht, dass man durch individuelle Liebe einen Weg finden könne, die Welt zu erfassen. Shakespeare weitete diesen Ansatz zu einer gesellschaftlichen Tragödie aus, in der die Liebe die öffentliche Fehde zwischen zwei verfeindeten Familien heilt.
Gounod, der 250 Jahre später den Stoff bearbeitet, hat ein ganz anderes Interesse. Von Wagner beeinflusst (vor allem von dessen Tristan) geht es ihm darum, wie individuelle Liebe Zugang zu Gott gewährt, ein Gedanke, der Shakespeares Publikum blasphemisch erschienen wäre. Gounods Oper kreiert eine emotionale Traumlandschaft des Schauspiels – und sie in den tempelhaften Gemäuern der Felsenreitschule zu verorten, gibt einem die Möglichkeit, die Ekstase des Sich-Verliebens durch Gounods Musik zu erleben. Gounod jedoch treibt die Sache noch weiter, indem er die radikalen Implikationen darstellt, wenn zwei junge Leute Bedeutung nicht nur in der Liebe sehen, sondern auch im Tod – als Weg zum Göttlichen.
Diese Erfahrung und die emotionalen Auswirkungen für die Gesellschaft, in der sie leben, beschreibt die traumhafte Bahn, auf der Gounods Oper sich bewegt.

Bartlett Sher



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