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PROGRAMMDETAIL

Montblanc & Salzburg Festival Young Directors Project
Theater Montagnes Russes/Österreich • Jakob Michael Reinhold Lenz

Mit Texten von
Jakob Michael Reinhold Lenz (1751–1792),
Georg Büchner (1813–1837),
Johann Friedrich Oberlin (1740–1826)
Auftragswerk der Salzburger Festspiele
Uraufführung

Eine Produktion von Theater Montagnes Russes

In deutscher Sprache mit englischen Übertiteln

Auftragswerk der Salzburger Festspiele

Uraufführung


Ende voraussichtlich um 21.30 Uhr.

URAUFFÜHRUNG

  • 10. August 2012, 20:00 Uhr

AUFFÜHRUNGEN

  • 11. August 2012, 20:00 Uhr
  • 12. August 2012, 20:00 Uhr
  • 13. August 2012, 20:00 Uhr

SPIELSTÄTTE

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LEADING TEAM

Cornelia Rainer, Regie
Aurel Lenfert, Bühne und Kostüme
Sibylle Dudek, Dramaturgie
Schi-Lunsch-Naven (Sophie Hunger, Christian Prader, Julian Sartorius), Komposition
Christian Prader, Musikalische Leitung

BESETZUNG

Markus Meyer, Jakob Michael Reinhold Lenz
Manfred Böll, Pfarrer Oberlin
Gertrud Roll, Madame Oberlin
Karola Niederhuber, Magd
Jonathan Seißler, Johann
Clemens Ansorg, Martin
Christian Prader, Sebastian Scheidecker
Julian Sartorius, Musiker

ZUR PRODUKTION

Jakob Michael Reinhold Lenz: Sturm-und-Drang-Dichter; unbestritten sein außerordentliches Talent, vielfach belegt sein empfindliches Gemüt. In seinen jungen Jahren noch als literarisches Genie hochgelobt, gerät Lenz im Laufe seines Lebens mehr und mehr in Vereinzelung und Isolation. Für die geistige Enge seines streng religiösen Elternhauses und seiner Heimat in Livland ein zu großer Freigeist, für die Dichtergesellschaft rund um Goethe am Hof in Weimar zu wenig elegant, zu wenig höflich, zu wenig gut angezogen, schlichtweg zu arm, bleibt Lenz zeitlebens ein „Landläufer“, ein Unbehauster und Unverstandener.

Wenige Jahrzehnte nach Lenz’ Tod beschreibt Georg Büchner dessen Aufenthalt im Steintal, jener kargen wie eindrücklichen Landschaft. Zwanzig Tage verbringt Lenz dort im Hause des Pfarrers Oberlin. Zwanzig Tage, die zum Sinnbild einer lebenslänglichen Suche werden und in denen sich wiederkehrende Themen und Zustände verdichten: die allmähliche Verrückung der Wahrnehmung, das Einwirken der Natur, die Sehnsucht nach Gemeinschaft und Gemeinsamkeit mit den Anderen, die Zerrissenheit und Ambivalenz zwischen religiösem Wahn und Atheismus, zwischen Hybris und Selbstgeißelung, Manie und Langeweile, Traum und Wachheit.

Theater Montagnes Russes um die Regisseurin Cornelia Rainer nimmt Lenz’ gut dokumentierten Aufenthalt im Steintal zum Ausgangspunkt für ein theatrales Porträt des Dichters. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Musik: Erstmals arbeitet Cornelia Rainer mit dem Schweizer Kollektiv Schi-lunsch-naven zusammen, bestehend aus der Musikerin Sophie Hunger und den Musikern Christian Prader und Julian Sartorius. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft – Cornelia Rainer stammt aus den Tiroler, die Mitglieder von Schi-lunsch-naven aus den Schweizer Bergen –, den einheimischen Dialekten und dem jeweiligen Liedgut prägt die Arbeiten aller.

Theater Montagnes Russes ist eine von der Regisseurin Cornelia Rainer geleitete Theatercompagnie, die projektweise verschiedene Interpreten zusammenführt. Eine kontinuierliche Zusammenarbeit gibt es mit dem Bühnen- und Kostümbildner Aurel Lenfert und der Dramaturgin Sibylle Dudek.




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