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PROGRAMMDETAIL

FrühlingsOPFER
Igor Strawinsky • Le Sacre du printemps

AUFFÜHRUNGEN

  • 18. Mai 2013, 19:00 Uhr
  • 19. Mai 2013, 15:00 Uhr

SPIELSTÄTTE

Großes Festspielhaus

PROGRAMM

IGOR STRAWINSKY • Les Noces (Die Hochzeitsfeier)
in der Choreografie der Uraufführung (1923) von Bronislava Nijinska (1891–1972) mit dem Bühnenbild von Natalia Gontcharova (1881–1962)

IGOR STRAWINSKY • Le Sacre du printemps (Das Frühlingsopfer)
in der Choreografie der Uraufführung (1913) von Vaslav Nijinsky (1889/90–1950) mit dem Bühnenbild von Nicholas Roerich (1874–1947)

IGOR STRAWINSKY • L'Oiseau de feu (Der Feuervogel)
in der Choreografie der Uraufführung (1910) von Michel Fokin (1880–1942) in einer Ausstattung nach M. Fokin, A. Golovin und L. Bakst

INFORMATION

1. Pause nach ca. 30 Minuten
2. Pause nach ca. 90 Minuten
Vorstellungsdauer ca. 2 Std. 45 Minuten

Programm drucken (PDF)

INTERPRETEN

Valery Gergiev, Musikalische Leitung
Millicent Hodson, Rekonstruktion von Sacre du printemps
Kenneth Archer, Rekonstruktion von Sacre du printemps
Isabelle Fokine, Rekonstruktion von L'Oiseau de feu
Andris Liepa, Rekonstruktion von L'Oiseau de feu
Ballett des Mariinski-Theaters
Chor und Orchester des Mariinski-Theaters


Le Noce (Die Hochzeitsfeier)

Maria Shevyakova, Die Braut
Ivan Sitnikov, Der Bräutigam
Soslan Kulaev, Der Vater der Braut
Elena Bazhenova, Die Mutter der Braut
Olga Balinskaya, Die Mutter des Bräutigams
Anastasia Asaben, Ilya Petrov; Fedor Murashov, Alexey Nedviga; Tatiana Bazhitova, Anna Lavrinenko, Solisten 
Irina Vasilieva, Sopran
Olga Savova, Mezzosopran
Alexander Timchenko, Tenor
Gennady Bezzubenkov, Bass
Natalia Domskaya, Einstudierung
Sergei Babayan, Dmitry Levkovich, Marina Radiushina, Andrius Zlabys, Klavier
Andrey Khotin, Arseny Shuplyakov, Yuri Alexeev, Vladislav Ivanov, Evgeny Zhikalov, Mikhail Vedunkin, Schlagzeug
Chor des Mariinski-Theaters
Andrei Petrenko, Choreinstudierung

Le Sacre du printemps (Das Frühlingsopfer)
Daria Pavlenko, Die Auserwählte
Elena Bashenova (18.5.), Liubov Kozharskaya (19.5.), Die Hexe
Vladimir Ponomarev, Der weise Alte

L'Oiseau de feu (Der Feuervogel)
Alexandra Iosifidi, Der Feuervogel
Alexander Romanchikov (18.5.), Ivan Sitnikov (19.5.), Iwan Zarewitsch
Ekaterina Mikhailovtseva, Die schöne Zarewna
Soslan Kulaev (18.5.), Vladimir Ponomarev (19.5.), Kaschtschej

ZUR PRODUKTION

Eine szenische Aufführung des Sacre zu dessen 100. Geburtstag! – Heute noch stockt uns der Atem, wenn uns die urtümliche Frische und Schönheit der Ballets Russes entgegenschlagen, insbesondere beim Mariinski-Ballett, einem Hort der klassischen Ballettkultur und weltweit erfolgreichen Sachwalter für jene Gesamtkunstwerke aus wegweisender Musik, Tanz und Malerei.

Ganz besonders berührt eine seltene Begegnung mit der originalen Choreografie des Sacre du printemps von Vaslav Nijinsky in der archaischen, von fauvistischen Farbkombinationen beherrschten Ausstattung von Nicholas Roerich, welche die Balletthistoriker Millicent Hodson und Kenneth Archer in detektivischer Arbeit rekons-truierten. Mag es uns heute auch nicht mehr schockieren, wenn Tänzerinnen anstatt auf Spitzen zu schweben, die Füße nachziehen, so hinterlassen doch der Sog der stilisierten Reigen, die beklemmende Schönheit der Einzelszenen und das Staunen über Nijinskys heute noch hochaktuelle Tanzsprache unvergessliche Eindrücke.

Wird in Le Sacre du printemps dem Frühlingsgott ein Mädchen zugeführt, so stellt Les Noces eine traditionelle russische Bauernhochzeit dar. Die rhythmische, repetitive Musik, die alten Klagegesänge und die Strenge der Choreografie – übrigens von Nijinskys Schwes-ter Bronislava – lassen einen hier aber nicht weniger an eine rituelle Opferung denken.




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