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PROGRAMMDETAIL

Aurélien Bory • Sans Objet

Ohne Worte

Gastspiel Compagnie 111 – Aurélien Bory

Koproduziert von:
TNT–Théâtre National de Toulouse Midi-Pyrénées,
Théâtre Vidy-Lausanne E.T.E., Théâtre de la Ville-Paris, La
Coursive-Scène national La Rochelle, Agora-Pôle national des arts du cirque de Boulazac, Le Parvis–Scène nationale Tarbes–Pyrénées

Mit Hilfe des London International Mime Festival

Mit besonderem Dank an L'Usine, lieu conventionné Arts de la rue – Tournefeuille

Ende des Schauspiels ca. 21:10 Uhr.

PREMIERE

  • 24. August 2013, 20:00 Uhr

AUFFÜHRUNGEN

  • 25. August 2013, 20:00 Uhr
  • 26. August 2013, 20:00 Uhr

Programm drucken (PDF)

LEADING TEAM

Aurélien Bory, Konzeption, Regie und Bühnenbildentwurf
Tristan Baudoin, Robotersteuerung und Programmierung
Joan Cambon, Musik
Arno Veyrat, Lichtdesign
Carole China, Licht
Pierre Rigal, Künstlerische Mitarbeit
Joël Abriac, Ton
Sylvie Marcucci, Kostüme
Pierre Dequivre, Technische Konstruktion und Planung
Frédéric Stoll, Screen-Konstruktion
Isadora de Ratuld, Malerei
Guillermo Fernandez, Maske
Arno Veyrat, Technische Leitung
Compagnie 111, Aurélien Bory, Florence Meurisse, Produktion

BESETZUNG

Mit Olivier Alenda und Olivier Boyer

ZUR PRODUKTION

Sans Objet gleicht einem Puppenspiel – aber einem der ganz besonderen Art. Normalerweise funktioniert Puppentheater so, dass Objekte von menschlicher Hand bewegt und manipuliert werden. In Sans Objet jedoch begegnen wir einem Objekt, das Menschen „betätigt“.

In einer Welt ohne Sprache entfaltet sich ein kunstvoll choreografierter Dialog zwischen Mensch und Maschine, ein faszinierendes Ballett, getragen von menschlichen Körpern und einem Maschinen-Leib – oder vielmehr einer einzelnen anthropomorphen Gliedmaße, einem gigantischen Roboter-Greifarm aus einer Automontagewerkstätte der siebziger Jahre. Die Bewegungen des Roboters sind komplex, präzise und minutiös repetierbar – Fähigkeiten, die nachzuahmen für seine Kollegen aus Fleisch und Blut eine enorme Herausforderung darstellt, trotz ihres beachtlichen Trainings und großen Geschicks. Ganz offensichtlich ist dieser Arm weitaus kraftvoller und mächtiger als die menschlichen Körper auf der Bühne. Seine Stärke ist nachgerade zu angsteinflößend. Die aufgestaute Energie dieses Roboters erfüllt den gesamten Theaterraum.

Die Aufführung, die auch Elemente aus Tanz und Zirkus mit einbezieht, stellt spannende Fragen im Hinblick auf das Verhältnis von Mensch und Maschine – und sie tut das mit Bildern, die unter die Haut gehen. Der Titel, Sans Objet, bedeutet so viel wie „ohne Zweck“. Eine pointiertere Übersetzung wäre „wert-“ oder „sinnlos“. Aber wer oder was genau ist hier „sinnlos“? Sind es die Akteure, die auf der Bühne herumgeschoben werden, als wären sie bloßes Frachtgut? Oder ist es der Roboter, ein überholtes Modell, übertrieben menschenähnlich und mittlerweile obsolet – im Grunde eine Antiquität? Wer hat die Kontrolle? Trotz seiner, wie es scheint, offensichtlichen Überlegenheit bleibt der Roboter eine Schöpfung des menschlichen Geistes, von Menschen erdacht, entworfen, konstruiert, programmiert und bedient. Allerdings: wird es dabei bleiben? Oder werden Roboter sich eines Tages selbstständig machen? Haben wir eine Zukunft?
Das ist fesselndes visuelles Theater für alle Altersgruppen.

David Tushingham
Übersetzung Vera Neuroth




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