Simon Keenlyside
Der in London geborene Bariton Simon Keenlyside gab sein Operndebüt 1987 als Graf Almaviva (Le nozze di Figaro) an der Hamburgischen Staatsoper. Heute ist er an allen großen Opernhäusern der Welt zu Gast, darunter das Royal Opera House, Covent Garden, die Mailänder Scala, die Metropolitan Opera New York, die Wiener und die Bayerische Staatsoper sowie die Opernhäuser von Zürich, Genf, Barcelona, Madrid, Brüssel, San Francisco, Sydney und Tokio. Er war in einer Vielzahl von Rollen zu hören, u.a. als Mozarts Don Giovanni, Graf, Guglielmo, Figaro und Papageno, Oreste (Iphigénie en Tauride), Dandini (La Cenerentola), Belcore (L’elisir d’amore), Germont (La traviata), Posa (Don Carlos), Ford (Falstaff), Marcello (La bohème), Wolfram (Tannhäuser), Valentin (Faust), Jeletzki (Pique Dame), Pelléas (Pelléas et Mélisande) und Olivier (Capriccio) sowie in den Titelpartien in L’Orfeo, Macbeth, Eugen Onegin, Hamlet, Wozzeck und Billy Budd. Bei den Salzburger Festspielen sang er im Jahr 2000 Guglielmo und 2002 Papageno. Künftige Engagements führen ihn u.a. zurück an die Wiener Staatsoper (Posa, Renato in Un ballo in maschera, Rigoletto und Wozzeck), das Royal Opera House (Germont, Macbeth und Graf Almaviva) und die Bayerische Staatsoper (Eugen Onegin, Graf Almaviva und Wozzeck).
Für seine Darstellung des Billy Budd an der English National Opera und des Winston in Lorin Maazels Oper 1984 am Royal Opera House wurde Simon Keenlyside 2006 der Olivier Award (Outstanding Achievement in Opera) verliehen. 2007 erhielt er den ECHO Klassik als Sänger des Jahres und 2011 den Vocalist of the Year Award von Musical America.
Im Rahmen seiner umfangreichen Konzerttätigkeit hat Simon Keenlyside mit vielen der international renommiertesten Dirigenten und Orchester zusammengearbeitet. Auch als Liedsänger ist er auf der ganzen Welt gefragt.
Neben vier Lied-CDs mit Malcolm Martineau und einem Schumann-Album mit Graham Johnson beinhaltet seine Diskografie Mahlers Des Knaben Wunderhorn unter Sir Simon Rattle, Don Giovanni (Titelrolle) unter Claudio Abbado, die Carmina burana unter Christian Thielemann, La bohème (Marcello) unter Riccardo Chailly, Billy Budd (Titelrolle) unter Richard Hickox, Die Zauberflöte (Papageno) unter Sir Charles Mackerras und Le nozze di Figaro (Graf) unter René Jacobs. Eine Arien-CD wurde 2007 mit dem Gramophone Award (Best Recital) ausgezeichnet. Mit Angelika Kirchschlager nahm er ein Operettenalbum auf.
2003 wurde Simon Keenlyside der Titel eines Commander of the British Empire verliehen.