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BIOGRAFIE

Dörte Lyssewski

Dörte Lyssewski studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. 1989 erhielt sie ihr erstes Engagement an der Schaubühne Berlin unter der Intendanz von Peter Stein und spielte u. a. in J.M.R. Lenz (Regie: Klaus Michael Grüber), in der Uraufführung von Botho Strauß’ Schlußchor und Shakespeares Wintermärchen (Regie: Luc Bondy). Von 2000 bis 2005 verkörperte sie am Schauspielhaus Bochum unter Matthias Hartmann u. a. die Titelfigur in Hebbels Judith (Regie: Wilfried Minks, 2004), Prinzessin Eboli in Schillers Don Karlos (Regie: Patrick Schlösser, 2002) und die Hauptrolle in Ibsens Hedda Gabler (Regie: Ernst Stötzner, 2003). Ab 2004 gastierte sie am Berliner Ensemble, am Théâtre national de l’Odéon, am Schauspielhaus Zürich, am Deutschen Theater, an der Pariser Oper und an der Volksbühne Berlin sowie bei der Ruhrtriennale.

Bei den Salzburger Festspielen war Dörte Lyssewski oftmals zu Gast, 1995 und 1996 als Warja in Tschechows Der Kirschgarten, 1997 spielte sie die Titelrolle in Grillparzers Libussa (Regie: Peter Stein) und 1999 bis 2001 die Buhlschaft im Jedermann (Regie: Gernot Friedel). 2000 gab sie Andromaque in Hector Berliozʼ Oper Les Troyens (Regie: Herbert Wernicke).

Seit 2009 gehört sie zum Ensemble des Burgtheaters und war u. a. Olivia in Shakespeares Was ihr wollt und Freya Genetrix in Botho Straußʼ Das blinde Geschehen (Regie: Matthias Hartmann, UA 2011), Barbara Fordham in Tracy Letts’ Eine Familie, Anna Petrovna in Tschechows Platonov (Berliner Theatertreffen 2011), Genia in Schnitzlers Das weite Land (Regie: Alvis Hermanis, 2010/2011) sowie Die Frau in Peter Handkes Die schönen Tage von Aranjuez (Regie: Luc Bondy, UA 2012). Mit Die letzten Zeugen (von Doron Rabinovici/Matthias Hartmann) trat Dörte Lyssewski 2013 erneut auch beim Berliner Theatertreffen auf. Seit 2014 spielt sie in Allendes Das Geisterhaus (Regie: Antú Romero Nunes, UA) und seit 2016 in Millers Hexenjagd (Regie: Martin Kušej).

Bekannt aus Hörspiel-, Fernseh- und Filmproduktionen – sie wirkte etwa in Patrice Chéreaus Die Bartholomäusnacht (1994) und Michael Hanekes Das Schloß (1997) mit –, ist sie auch als Synchronsprecherin tätig. 1997 wurde Dörte Lyssewski mit der Kainz-Medaille, 2003 mit dem Gertrud-Eysoldt-Ring sowie als „Beste Schauspielerin NRW“ ausgezeichnet. 2012 nahm sie den NESTROY-Theaterpreis für ihre Darstellung der Blanche in Williams’ Endstation Sehnsucht entgegen.

Stand: Juli 2017

Dörte Lyssewski, © Jim Rakete

Dörte Lyssewski, © Jim Rakete

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