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BIOGRAFIE

Dörte Lyssewski

Dörte Lyssewski studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und erhielt nach dem Studium 1989 ihr erstes Engagement an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin unter der Intendanz von Peter Stein. Hier spielte sie u.a. Warja in Tschechows Der Kirschgarten (Regie: Peter Stein), in der Uraufführung von Botho Strauß’ Schlußchor und in Shakespeares Wintermärchen (beide Inszenierungen von Luc Bondy). Nach einigen Jahren als freie Schauspielerin, in denen sie u.a. am Schauspielhaus Zürich spielte, ging sie von 2000 bis 2006 an das Schauspielhaus Bochum zu Matthias Hartmann. Hier verkörperte sie u.a. Sylvia Kessel in Der Narr und seine Frau heute Abend in Pancomedia von Botho Strauß (Regie: Matthias Hartmann, UA 2001), Prinzessin Eboli in Friedrich Schillers Don Karlos (Regie: Patrick Schlösser, 2002), die Titelrolle in Henrik Ibsens Hedda Gabler und Charlotte in Goethes Die Wahlverwandtschaften (beide Inszenierungen von Ernst Stötzner). Von 2004 bis 2009 war sie als Gast am Berliner Ensemble, am Théâtre National de l’Odéon und an der Pariser Oper, am Schauspielhaus Zürich, am Deutschen Theater und an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin sowie bei der Ruhrtriennale unter Gérard Mortier engagiert. 
Bei den Salzburger Festspielen spielte sie u.a. 1997 die Titelrolle in Peter Steins Inszenierung Libussa von Franz Grillparzer. Von 1999 bis 2001 war sie die Buhlschaft in Hugo von Hofmannsthals Jedermann (Regie: Gernot Riedel).
Seit 2009 ist Dörte Lyssewski Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters; sie war u.a. Alkmene in Kleists Amphitryon (Regie: Matthias Hartmann, 2009), Barbara Fordham in Tracy Letts Eine Familie (Regie: Alvis Hermanis, 2010), Pia in Vinterbergs Das Begräbnis (Regie: Thomas Vinterberg, 2010), Olivia in Shakespeares Was ihr wollt (Regie: Matthias Hartmann, 2010), Freya Genetrix/Die Schwester in Das blinde Geschehen von Botho Strauß (Regie: Matthias Hartmann, UA 2011), Anna Petrovna Vojniceva/Junge Witwe/Generalin in Tschechows Platonov (Regie: Alvis Hermanis, eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2011), Genia Hofreiter in Arthur Schnitzlers Das weite Land (Regie: Alvis Hermanis, 2011), Blanche in Tennessee Williams’ Endstation Sehnsucht (Regie: Dieter Giesing, 2012) und Die Frau in Die schönen Tage von Aranjuez von Peter Handke (Regie: Luc Bondy, 2012). Weiters spielte sie in Die letzten Zeugen (ein Projekt von Doron Rabinovici und Matthias Hartmann, eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2013) und in Isabelle Allendes Das Geisterhaus (Regie: Antú Romero Nunes, UA 2014).
Bis heute war sie in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen sowie in Hörspielen zu erleben. Sie spielte u.a. in Patrice Chéreaus Die Bartholomäusnacht (1994) sowie in Michael Hanekes Das Schloß (1997). Zudem ist sie als Synchronsprecherin (u.a. Der Herr der Ringe) tätig.
Dörte Lyssewski erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen: u.a. die Kainz-Medaille (1997), den Getrud-Eysoldt-Ring (2003) und den Nestroy-Theaterpreis für ihre Darstellung der Blanche in Tennessee Williams’ Endstation Sehnsucht (2012).

Stand: Juli 2014

Dörte Lyssewski, © Jim Rakete

Dörte Lyssewski, © Jim Rakete

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Dörte Lyssewski