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BIOGRAFIE

Ingo Metzmacher

Ingo Metzmacher setzt sich konsequent für die Musik vor allem des 20. und 21. Jahrhunderts ein. Neues hörbar und Bekanntes hörbar neu zu machen, ist seit Beginn seiner vielseitigen Karriere seine große Leidenschaft.

Zu Ingo Metzmachers Projekten in der Spielzeit 2017/18 zählen Lulu und Elektra an der Wiener Staatsoper, Das Floß der Medusa an der Nationale Opera in Amsterdam sowie Herzog Blaubarts Burg und La Voix humaine an der Pariser Opéra. Er leitet Tourneen des Gustav Mahler Jugendorchesters und der Jungen Deutschen Philharmonie und gastiert beim St. Petersburg Philharmonic Orchestra, dem SWR Symphonieorchester, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und dem Nationaltheaterorchester Mannheim. Im Mai 2018 finden die KunstFestSpiele Herrenhausen zum dritten Mal unter seiner künstlerischen Leitung statt.

In den vergangenen Jahren leitete Ingo Metzmacher international beachtete Aufführungen mit Musiktheaterwerken von Luigi Nono, Bernd Alois Zimmermann, Harrison Birtwistle und Wolfgang Rihm bei den Salzburger Festspielen. Ein weiterer Schwerpunkt bildete die Neuproduktion des Ring des Nibelungen am Grand Théâtre de Genève. Er trat am Royal Opera House, Covent Garden, dem Opernhaus Zürich, der Mailänder Scala, dem Teatro Real in Madrid, der Pariser Opéra sowie der Wiener und Berliner Staatsoper auf. Zudem gab er zahlreiche Konzerte mit führenden Orchestern, darunter die Berliner und Wiener Philharmoniker, das Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam, das Chicago Symphony Orchestra, das Russische Nationalorchester, das Orchestre de Paris und das BBC Symphony Orchestra.

Ingo Metzmacher war Generalmusikdirektor der Hamburgischen Staatsoper von 1997 bis 2005. Danach war er Chefdirigent an der Nationale Opera in Amsterdam und von 2007 bis 2010 Chefdirigent und künstlerischer Leiter des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin.

Als Pianist trat er zusammen mit Christine Schäfer, Christian Gerhaher und Matthias Goerne in der Londoner Wigmore Hall, beim Aspen Music Festival, der Schubertiade Schwarzenberg sowie den Salzburger Festspielen auf.

Seine umfangreiche Diskografie umfasst u. a. die Gesamteinspielung der Symphonien von Hartmann mit den Bamberger Symphonikern, die Uraufführung von Henzes 9. Symphonie mit den Berliner Philharmonikern, Messiaens Éclairs sur l’Au-delà… mit den Wiener Philharmonikern, Pfitzners Von deutscher Seele und Humperdincks Königskinder mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin sowie Livemitschnitte von Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk aus der Wiener Staatsoper und Luigi Nonos Prometeo bei den Salzburger Festspielen.

Ingo Metzmacher ist Autor der Bücher Keine Angst vor neuen Tönen, einem leidenschaftlichen Plädoyer für wegweisende Komponisten wie Nono, Ives, Messiaen, Schönberg, Varèse, Stockhausen und Cage, und Vorhang auf! Oper entdecken und erleben, in dem er Einblick in die Entstehung einer Musiktheaterproduktion gibt.

Ingo Metzmacher studierte Klavier, Musiktheorie und Dirigieren in seiner Heimatstadt Hannover sowie in Salzburg und Köln. Eine erste künstlerische Heimat fand er beim Ensemble Modern sowie an der Oper Frankfurt unter Michael Gielen. Seine internationale Karriere begann 1988 während der Ära von Gerard Mortier am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, als er kurzfristig die Premiere einer Neuproduktion von Franz Schrekers Oper Der ferne Klang übernahm.

Stand: August 2017

Ingo Metzmacher, © Harald Hoffmann

Ingo Metzmacher, © Harald Hoffmann

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