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SALZBURGER FESTSPIELE BLOG

„Ein herrliches Werk!!!!“

18 JUL 2011

by FESTSPIELKIEBITZ  13:13 h;
veröffentlicht in: Konzert, Allgemein

Pierre Boulez, Foto: J. Henry Fair
Als Alban Berg am 17. Februar 1901 im Rahmen der verspäteten Wiener Uraufführung der Märchenkantate Das klagende Lied zum ersten Mal mit der Musik Gustav Mahlers in Berührung kam, war er begeistert: „Ein herrliches Werk!!!!“ Und obwohl der spätere Schönberg-Schüler mit dem Stück nicht einmal den „zeitgenössischen“ Mahler kennengelernt hatte, wurde er zu einem der größten Mahler-Verehrer seiner Zeit.

Im Zentrum des ersten philharmonischen Programms der diesjährigen Salzburger Festspiele steht Mahlers Das klagende Lied in der Fassung von 1898/99. Zu Beginn erklingen die Lulu-Suite sowie die Konzertarie Der Wein von Alban Berg. Am Pult der Wiener Philharmoniker steht Pierre Boulez, einer der herausragenden Komponisten und Dirigenten des 20. Jahrhunderts – und ihm zur Seite ein überragendes Sängerensemble: Anna Prohaska, Dorothea Röschmann, Elisabeth Kulman und Johan Botha.

Pierre Boulez hat im Vorwort der Taschenpartitur Das klagende Lied treffend als „imaginäres Theater mit wirklichen szenischen, auf das Konzert angewendeten Effekten“ bezeichnet. Eine „stolze Königin“ verspricht denjenigen zu heiraten, der eine rote Blume im Wald findet. Zwei Brüder ziehen aus, der jüngere findet die Blume und legt sich unter einer Weide zur Ruhe. Als der ältere seinen schlafenden Bruder entdeckt, erschlägt er ihn, stiehlt die Blume und macht sich auf den Weg ins Schloss …

Im Interview mit Wolfgang Schaufler erzählt Pierre Boulez über seine frühesten Mahler-Begegnungen und seinen ganz persönlichen Zugang zum Werk des für die Musik des 20. Jahrhunderts so wegweisenden Komponisten.

Karten für das Konzert können Sie hier buchen.

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