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SALZBURGER FESTSPIELE BLOG

Das Geheimnis entdecken

25 JUL 2011

by FESTSPIELKIEBITZ  18:52 h;
veröffentlicht in: Allgemein

Stephan Balkenhol und Helga Rabl-Stadler beim Ausstellungsaufbau
Stephan Balkenhols Arbeiten im Kontext der Salzburger Festspiele 2011

„Das Ohr aufwecken, die Augen, das menschliche Denken“ – mit diesem Zitat des italienischen Komponisten Luigi Nono sind die Salzburger Festspiele 2011 überschrieben und ist die eigentliche Aufgabe der Kunst umrissen. Das Geheimnisvolle und die Unbestimmtheit von Balkenhols Figuren prädestinierte diese dazu, sie im diesjährigen Festspielsommer zu zitieren – weshalb auch eines von Stephan Balkenhols Reliefs zum Sujet der Salzburger Festspiele 2011 wurde: eine Frau ohne Ohren, die gerade durch diesen Umstand umso konzentrierter zu hören scheint.

So wie die Werke von Stephan Balkenhol uns bei der Kreation des Programms 2011 anregten, inspirierte seinerseits das Programm der Salzburger Festspiele 2011 wiederum den Künstler zu neuen Werken – die nun in einer eigenen Festspielausstellung zu sehen sind.

Die Ausstellung zeigt an den Spielstätten des Festspielsommers eine eigens geschaffene Serie von vollplastischen Werken und Relief-Porträts: Modelle dafür sind die zentralen Rollen- Charaktere der diesjährigen Inszenierungen, denen der Künstler die Züge seiner Vorstellung verleiht, wobei sich Stephan Balkenhols Interpretation – wie für seine Formfindungen charakteristisch – einer inhaltlichen Reduktion auf das Archetypische und Dauerhafte bedient.

Zudem präsentiert Stephan Balkenhol im Karl-Böhm-Saal seine monumentale Skulptur sempre più. Der überlebensgroße männliche Torso aus Zedernholz wurde 2009/10 zwischen den Ruinen des Forum Romanum als Sinnbild für das von Macht geprägte Lebensgefühl des antiken Roms installiert. Seine beherrschende, vieldeutige Erscheinung im Denkmal-Typus verweist auf das ewig gültige Streben des Menschen nach „immer mehr“.

Die Ausstellung im Karl-Böhm-Saal und in den Foyers des Hauses für Mozart ist für Festspielbesucher ab 27. Juli 2011 jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn und in den Pausen der Vorstellungen im Haus für Mozart sowie der Felsenreitschule zu besichtigen.

Klicken Sie hier, um mehr Werke von Stephan Balkenhol in den Festspielhäusern zu sehen.

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