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SALZBURGER FESTSPIELE BLOG

In memoriam Karl Böhm

14 AUG 2011

by FESTSPIELKIEBITZ  10:25 h;
veröffentlicht in: Allgemein

Karl Böhm, © Foto Ellinger
Die Salzburger Festspiele gedenken Karl Böhm, der vor 30 Jahren, am 14. August 1981, in Salzburg verstarb. Der charakterstarke Künstler prägte neben Herbert von Karajan die Salzburger Festspiele entscheidend mit und gilt bis heute als einer der großen Dirigenten für Mozart-Opern.

Er debütierte am 25. Juli 1938 mit Don Giovanni bei den Salzburger Festspielen. Unter seiner Leitung kamen danach noch zahlreiche Mozart-Opern in Salzburg zur Aufführung: Die Zauberflöte, Le nozze di Figaro, Così fan tutte, Die Entführung aus dem Serail und Idomeneo.

Böhm reüssierte aber auch mit Werken von Richard Strauss, mit dem ihn, neben einer fruchtbaren Zusammenarbeit, auch eine langjährige Freundschaft verband. Bei den Salzburger Festspielen dirigierte er dessen Rosenkavalier, Arabella, Capriccio, Ariadne auf Naxos, Die schweigsame Frau und Die Frau ohne Schatten (1974 und 1975 mit Leonie Rysanek als Kaiserin). Auf die legendäre Ersteinspielung von Strauss’ Die Frau ohne Schatten rekurriert auch die diesjährige Inszenierung der Oper durch Christof Loy und setzt somit dem Dirigenten ein außergewöhnliches Denkmal.

Neben den Mozart- und Strauss-Opern war Karl Böhm bei den Salzburger Festspielen noch mit Wozzeck (Alban Berg), Iphigénie in Aulis (Christoph Willibald Gluck) und Fidelio (Ludwig van Beethoven) zu hören. 1953 leitete er darüber hinaus die Uraufführung von Gottfried von Einems Der Prozeß. Sein letzter Auftritt bei den Salzburger Festspielen fand am 30. August 1980 mit einem Orchesterkonzert mit den Wiener Philharmonikern statt.

Der gebürtige Grazer konzertierte auf der ganzen Welt mit den renommiertesten Orchestern und zeichnete für viele einmalige Tonaufnahmen verantwortlich. So spielte er mit den Berliner Philharmonikern alle Mozart-Symphonien ein und realisierte zahlreiche Plattenaufnahmen mit den Wiener Philharmonikern, zu denen er jahrelang eine enge Beziehung pflegte. Seine Tondokumente machen Karl Böhm unvergesslich und bewahren sein musikalisches Erbe für die Nachwelt, wovon auch zahlreiche Veröffentlichungen im Rahmen der Festspieldokumente zeugen.

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