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SALZBURGER FESTSPIELE BLOG

Le nozze di Figaro in den Medien

1 SEP 2011

by FESTSPIELKIEBITZ  08:00 h;
veröffentlicht in: Oper, Allgemein

Genia Kühmeier, Katija Dragojevic, Marlis Petersen, Foto: Monika Rittershaus
Toll ist das inszeniert, ganz nah am Übermut, am Erregungsgrad und der genialen Unberechenbarkeit von Mozarts Musik. (…) Wie die Beziehung hier zum Beben und die Verhältnisse federleicht zum Tanzen gebracht werden, wie beseelt hier ein grandioses Mozartensemble um Marlis Petersen als Susanna und Erwin Schrott als Figaro singt und spielt und der Salzburger Dirigentendebütant Robin Ticciati das musikalische Geschehen zusammenhält, fügt sich ebenfalls zu einem der Momente, in denen die Kunst auf das Leben überzuspringen scheint. – Die Zeit

Claus Guths Inszenierung hat sich auf das schönste entwickelt: Wie von Hitchcock ertüftelt ist die Upper-Class-Atmosphäre, unter deren Oberfläche Gewalttätigkeit und sexuelle Obsessionen wüten. – NEWS

Die deutsche Sopranistin Marlis Petersen agierte spielfreudig, mit wunderschönem Sopran, noblem Timbre, guter Höhe und sorgte für betörende Momente. (…) Den Anfang macht das fabelhafte Orchestra of the Age of Enlightenment, das unter Robin Ticcati bestechend agiert. Der Klang ist transparent, schlank, die Spielweise wendig und flexibel, die Interpretation leichtfüßig, einmal klagend, dann jubilierend. Eine Freude, diesem Orchester zuzuhören (…) – Kurier

Eine so innig und balsamisch weich phrasierende Gräfin wie Genia Kühmeier ward lange nicht gehört. Ihren Grafen, Simon Keenlyside, verlässt der baritonale Mut nicht einmal, wenn ihm der Todesengel im Nacken sitzt! Und Marlis Peterson ist eine hinreißende neue Susanna, präsent, aber niemals übertrieben, von eminenter vokaler Beweglichkeit, ohne auch nur in der Rosen-Arie sinnentleerter Selbstgefälligkeit zu verfallen: Immer schwingen im Gesang Gefühle und Lebensklugheit mit. – Die Presse

Ein derart homogenes Ensemble, so spielfreudige Darsteller und vor allem so „mozartisch“ im besten Sinn hat man Figaro selten gehört – oder gesehen. Da stand ein Dream Team auf der Bühne, das Guths intellektuelle Leistung als dramaturgisch präziser Regisseur mit hohem Können umsetzte. – Salzburger Nachrichten

(…) Robin Ticciati spielt das Orchestra of the Age of Enlightenment einen inspirierenden Mozart, wobei Ticcati die Sänger wunderbar führt, und die sind Weltklasse (…). Simon Keenlyside ist der beste und hysterische Conte Almaviva, Genia Kühmeier ist eine begnadete feinfühlige und derzeit konkurrenzlos singende Contessa, Marlis Petersen eine überlegene Susanna. – Dolomiten

Es entstehen bei Guth vor allem auch extrem subtile und dichte Choreografien der gestisch vermittelten Gefühle, deren Umsetzung natürlich nur mit glänzenden Singschauspielern zu bewerkstelligen ist. Und: Auch Simon Keenlyside (als neurotisch-aggressiver Graf) und Genia Kühmeier (als Gräfin) gehören zur Luxusbesetzung. – Der Standard

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