Salzburger Festspiele zum Tod von Václav Havel
18
DEZ
2011
by
FESTSPIELKIEBITZ
17:45 h;
veröffentlicht in: Allgemein
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| Václav Havel, Foto: Martin Kozák |
Die Festspiele trauern um einen wunderbaren Schriftsteller, einen mutigen Politiker in schwierigen Zeiten, um einen aufrechten Menschen“, so Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler.
Václav Havel hat 1990, knapp nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs“, die Rede zur Eröffnung der Salzburger Festspiele gehalten.
Seine Kernthese ist heute so aktuell wie damals: „Versuchen wir also, diesen so schwer geprüften mitteleuropäischen Raum endlich nicht nur von seiner Angst vor der Lüge zu befreien, sondern auch von seiner Angst vor der Wahrheit. Schauen wir endlich aufrecht, ruhig und gespannt uns selbst ins Gesicht, unserer Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Aus deren Zweideutigkeit gelangen wir nur dann, wenn wir sie begreifen.
Versuchen wir, vom Grund unserer Zweifel, unserer Angst und unserer Verzweiflung den Keim eines neuen europäischen Selbstbewusstseins derjenigen, die keine Angst haben, über den Horizont ihres persönlichen oder Gruppeninteresses und über den Horizont dieses Augenblicks hinauszuschauen.“