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SALZBURGER FESTSPIELE BLOG

„Das Produkt Festspiele stimmt!“ – Neue Studie über die wirtschaftliche Bedeutung der Salzburger Festspiele

21 DEZ 2011

by FESTSPIELKIEBITZ  16:38 h;
veröffentlicht in: Allgemein

Univ.-Prof. Dr. Reinhold Popp, Dr. Helga Rabl-Stadler, Dkfm. Bernd Gaubinger, Christoph Engel, Foto: Werner König
Welch enorme wirtschaftliche Bedeutung den Salzburger Festspielen für die Region und für ganz Österreich zukommt, beweist die neueste Studie, erstellt vom Zentrum für Zukunftsstudien der Fachhochschule Salzburg unter Federführung von Dkfm. Bernd Gaubinger.

Die Salzburger Festspiele sind mit 200 Ganzjahresarbeitsplätzen und über 3.600 Mitarbeitern im Sommer wichtiger Arbeitgeber in der Region. Allein die Steuer- und Sozialleistungen bringen der öffentlichen Hand noch im selben Jahr mehr an Einnahmen als diese an Subventionen zahlt. Was aber mindestens so wichtig ist für die wirtschaftliche Entwicklung, die Festspiele sichern österreichweit indirekt rund 3.200 Ganzjahresarbeitsplätze.

Basis der neuen Studie war eine zum Jahresbeginn 2011 durchgeführte Befragung der Festspielbesucher (mit ca. 3.500 verwertbaren Meldungen), deren Ergebnisse die notwendige Grundlage für die Berechnung der wirtschaftlichen Effekte der Salzburger Festspiele bilden.

„Die Salzburger Festspiele tragen im Gegensatz zu anderen Kulturbetrieben eine doppelte Verantwortung, eine künstlerische und eine gesamtwirtschaftliche“, betonte Festspielpräsidentin Dr. Helga Rabl-Stadler bei der abschließenden Präsentation der Studienergebnisse gemeinsam mit Dkfm. Bernd Gaubinger. „Sie sind seit ihrer Gründung künstlerischer und ökonomischer Motor einer ganzen Region. Die Kraft dieses Motors ist stärker denn je: die gesamtwirtschaftlichen Effekte sind mittlerweile auf 276 Millionen Euro angewachsen – so viel wie noch nie!“, freute sich Helga Rabl-Stadler: „Die Salzburger Festspiele bringen über die steuerlichen Rückflusseffekte somit der öffentlichen Hand ein Vielfaches ihrer Subventionen.“

Als für die Festspiele besonders erfreulich wertete Dr. Rabl-Stadler, dass die Position der Festspiele beim Publikum weiter ausgebaut werden konnte. Der durchschnittliche auswärtige Festspielgast besucht während seines einwöchigen Aufenthaltes rund 4 Vorstellungen, benützt vorwiegend ein Hotel der gehobenen Kategorie in der Stadt Salzburg und wendet für die gesamte Dauer seines Festspielaufenthaltes insgesamt rund € 2.220.– für Übernachtung, Verpflegung, Einkäufe und andere Ausgaben sowie rund € 550.– für den Kauf von Festspielkarten auf. Er besucht zu zweit Aufführungen der Salzburger Festspiele, kommt aber überwiegend zu dritt zum Festspielaufenthalt nach Salzburg. Auf Grund seiner bisherigen 18 Festspielaufenthalte ist er als langjähriger Stammgast zu bezeichnen. „Das Produkt Festspiele stimmt: Sowohl der Stammgästeanteil, als auch die Aufenthaltsdauer und die Ausgaben der Gäste haben weiter zugenommen. Mehr denn je sind die Festspiele nicht nur ein künstlerischer Gewinn, sondern auch ein wirtschaftlicher Vorteil für Stadt, Land und Bund, den Steuerzahler und für die Betriebe in Salzburg, aber auch in ganz Österreich.“ (Rabl-Stadler)

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