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SALZBURGER FESTSPIELE BLOG

Erfreuliche Zwischenbilanz: 20% mehr an Bestellungen

24 FEB 2012

by FESTSPIELKIEBITZ  17:33 h;
veröffentlicht in: Allgemein

Die Ideen von Intendant Alexander Pereira fallen auf fruchtbaren Boden. Pereiras Ankündigung, in der Oper keine Wiederaufnahmen zu zeigen, löste einen wahren Run auf die Karten aus. So übertrifft die Zahl der Anmeldungen bei La bohème, Die Zauberflöte und Carmen alle Erwartungen. Erfreulich ist aber auch die große Nachfrage nach Karten für die Urfassung der Ariadne auf Naxos, in der Jonas Kaufmann sein Debüt als Bacchus geben wird.

Besondere Vorfreude zeigen viele Kunden auf die Wiederbespielung des Residenzhofs. Nach der heimlichen Siegerproduktion des Mozartjahres 2006 Mitridate wird 2012 unter neuem, mobilem Dach Das Labyrinth, der zweyte Theil der Zauberflöte von Peter von Winter, einem Mozart-Zeitgenossen, und Emanuel Schikaneder aufgeführt.

Dass sowohl Ingo Metzmacher als auch Alvis Hermanis mit ihren Arbeiten in den vergangenen Jahren eine große Fangemeinde unter den Festspielbesuchern gewonnen haben, zeigt sich daran, dass die Nachfrage an Karten für die Premiere zu Bernd Alois Zimmermanns Die Soldaten bereits die 70%-Marke überschritten hat.

Ungebrochen wie jedes Jahr ist das Interesse am Jedermann. Wiewohl eine Vorstellung mehr programmiert wurde, lockt die Inszenierung von Christian Stückl auch im 11. Jahr weitaus mehr Zuschauer an, als Karten zur Verfügung stehen. Ein weiterer Publikumsmagnet auf der Beliebtheitsskala ist Kleists Prinz Friedrich von Homburg in der Neuinszenierung von Andrea Breth.

Zum Geheimtipp avanciert Irina Brook mit ihren beiden Stücken Peer Gynt und La Tempête zum 20-Jahr-Jubiläum der Bespielung der Perner-Insel, Hallein. Sven-Eric Bechtolf schreibt über La Tempête: „Ich war hingerissen! So bildreich, poetisch und zugleich komisch wurde mir dieses Stück erzählt. Die Schauspieler aus Italien, Frankreich, Australien und Polen sind zugleich virtuose Komiker, Clowns, Musiker, Sänger und Tänzer!“ Die Übertitel bei diesen fremdsprachigen Aufführungen sowie die Art des Spiels lassen etwaige Sprachbarrieren vergessen.

Bei der ungemeinen Vielfalt des Konzertprogramms hat der Besucher der Festspiele im wahrsten Sinne des Wortes die Qual der Wahl. So stößt der neue thematische Schwerpunkt des Intendanten, die Ouverture spirituelle, zu Beginn der Festspiele auf sehr positive Resonanz. Zu den Favoriten der Konzertbesucher zählen wie jedes Jahr die Konzerte der Wiener Philharmoniker sowie die Mozart-Matineen mit dem Mozarteumorchester Salzburg.

Erfolgversprechend scheint auch die absichtsvolle Programmierung von Akzenten gegen Ende der Festspiele zu sein. In der Oper gibt es zu diesem späten Zeitpunkt noch Zimmermanns Die Soldaten sowie die Wiederaufnahme der zu Pfingsten seit Monaten ausverkauften Vorstellungen von Giulio Cesare mit Cecilia Bartoli. Im Schauspiel sind mit La Tempête, dem fünften Projekt des Young Directors Project, Hamlet cantabile, und der Uraufführung von Händl Klaus’ Meine Bienen. Eine Schneise noch drei attraktive Produktionen im Programm. Das Konzert bietet ein Show-off der besten Orchester der Welt von Cleveland, über London, Amsterdam, Berlin, Leipzig bis nach Wien.

Zum gesellschaftlichen Fixpunkt des Spätsommers dürfte sich der Festspielball in der Felsenreitschule entwickeln, der 2012 am 1. September stattfindet.

Rabl-Stadler: „Herrlich, dass wir sogar über den Verkaufsrekorden des Vorjahres liegen. Wir wollen aber nicht den falschen Eindruck erwecken, dass es keine Karten mehr gibt. Am 30. März öffnet der Online-Kartenverkauf unter www.salzburgerfestspiele.at. Dieser gewinnt immer mehr an Bedeutung. Und während der Festspiele profitiert besonders das Schauspiel von Spätentschlossenen.“

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