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SALZBURGER FESTSPIELE BLOG

Festspiel Ball: Erste Einblicke zu den Vorbereitungen

10 MÄR 2012

by FESTSPIELKIEBITZ  09:00 h;
veröffentlicht in: Festspiel Ball

Gerhard Gössl, Helga Rabl-Stadler, Elisabeth Gürtler, Alexander Pereira
Am 1. September 2012 heißt es bei den Salzburger Festspielen erstmals „Alles Tanz“. „Ein großes Galadinner in der Salzburger Residenz geht dem Ball in der Felsenreitschule voraus. Dort wird nach einem kleinen Konzert mit großen Stars die festliche Eröffnung mit den Jungherren und -damen in langer Salzburger Tracht vor sich gehen. Bitte tragen Sie sich den 1. September als Pflichttermin in den Kalender ein“, so Intendant Alexander Pereira.

Balleröffnung
Die Choreographie der Eröffnung liegt in den Händen der Tanzschule Seifert aus Salzburg.
Um dem Ball eine Salzburger Note zu geben, wird Mozart naturgemäß eine Rolle spielen. Für das Debütanten-Komitee haben sich bisher 140 Personen nationaler und internationaler Herkunft beworben. Es werden noch Paare als Debütanten aus aller Welt gesucht. Ein Vortanzen Mitte Mai wird entscheiden, welche Paare die Eröffnung des Balls gestalten.
Anmeldeschluss für die Bewerbung ist der 1. Mai 2012. Die Anmeldung erfolgt per Mail unter niki@tanzschule-seifert.at – Ausländische Bewerber schicken DVDs an Tanzschule Niki Seifert, St.-Julien-Straße 20/5, 5020 Salzburg.

Das Debütantenpaar am 9. März
Die Dame: Jacqueline Helminger, geboren am 14.02.1996. Besucht zurzeit die 6. Klasse des Bundes-Gymnasium Zaunergasse in Salzburg.
Der Herr: Michael Estl, geboren am 14.02.1996. Besucht zurzeit ebenfalls die 6. Klasse des Bundes-Gymnasium Zaunergasse in Salzburg.
Beide wohnen in Salzburg.

Das Dirndl
Das Oberteil besteht aus geäschtem Leinen.
(Äschen ist eine spezielle Färbeart bei welcher das Leinen eine typisch trachtige grau-ecru melierte Farbe bekommt.)
Der Rock ist zu 100% aus Dupionseide. 70 cm Leinen und 220 cm Seide werden pro Dirndl verarbeitet. Die Schürze wird jedes Jahr neu designt und produziert – Idee und Konzept: Andreas Lackner, perfectprops. 
Die Debütantinnen sind von der Firma Gössl Salzburg exklusiv ausgestattet.

Styling
Blumenkrönchen im Haar: Blumen Doll
Make-up und Frisur: Coiffeur Sturmayr

Ehrenschutz des Salzburger Festspielballs
Bundespräsident Dr. Heinz Fischer

Ehrenpräsidium
Bundesministerin Dr. Claudia Schmied
LHF Mag. Gabi Burgstaller
LH-Stv. Dr. Wilfried Haslauer
Bürgermeister Dr. Heinz Schaden

KR Heinrich Spängler, Präsident der Freunde der Salzburger Festspiele
Hans-Werner Jacob, Präsident des Deutschen Vereins der Freunde der Salzburger Festspiele
Dkfm. Elisabeth Gürtler

Delegation des Patronessenkomitees am 9. März
Dr. Barbara Bagusat
Alexandra Bjerke
Angelika Diekmann
Baronin Riki von Gagern
Michaela Gössl
Claudia Pistauer
Fürstin Marianne zu Sayn-Wittgenstein-Sayn
Gabriele Lamarche
Susi Schellhorn
Eva Spängler
Anne-Marie Steigenberger
Madeleine Usner von Oswald
Gräfin Sophie Walderdorff
Brigitta Weinberger
Marie Therese Willms Gräfin Goëss

Historische Eckpunkte der Felsenreitschule
1693 ließ Erzbischof Johann Ernst Thun – nach Plänen von Johann B. Fischer von Erlach – 96 Arkaden in die Wände des aufgelassenen Steinbruchs der Felsenreitschule gestalten.
Festspielgründer Max Reinhardt regte bereits 1926 an, die Sommer- bzw. Felsenreitschule in ein Theater zu verwandeln. In Goldonis Der Diener zweier Herren erwies sich im selben Jahr die neue Spielstätte als idealtypischer Ort für diese Charakterkomödie im Volkstheaterstil. Der Boden bestand noch aus gestampfter Erde und die Zuschauer saßen auf Holzbänken.
Die 1933 in der Felsenreitschule errichtete Faust-Stadt von Clemens Holzmeister gehört zu den besonders eindrucksvollen Verwandlungen dieses Ortes. Im Zuge dieser legendären Kulisse entstand auch eine hölzerne Zuschauertribüne, deren Großteil ab 1934 ein Holzdach überdeckte, ergänzt um eine mobile Regenplane. Herbert von Karajan verwandelte die Felsenreitschule 1948 für Glucks Orfeo ed Euridice erstmals in eine Opernbühne. Eine weitere Aufrüstung der Felsenreitschule erfolgte nach Plänen von Clemens Holzmeister 1968/70: Unterbühne, Orchestergraben und Scheinwerferrampe, ein wetterfestes Rolldach, Zuschauerraum mit Logen und Rampen und ein Kulissendepot wurden gebaut:
Das Dach bestand aus einem Kunststoffsegel, wurde über eine Tragseilkonstruktion ausgefahren und schloss somit die Bühne licht- und regendicht ab. Der aufprallende Regen wurde durch ein darüberliegendes Gitternetz zerstäubt. Trotz dieser Erneuerung bestand weiterhin der Nachteil, dass die Bühne im Winter der Witterung ungeschützt ausgesetzt war.
2006, im Zuge des Neubaus Haus für Mozart, erhielt die Felsenreitschule weitere Verbesserungen: eine neue Tribüne optimierte die Sicht, die Akustik wurde verfeinert, Lüftung und Klimatechnik erneuert.

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