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SALZBURGER FESTSPIELE BLOG

Weihe der restaurierten Festspiel-Außenorgel im Toscaninihof

20 JUL 2012

by FESTSPIELKIEBITZ  11:00 h;
veröffentlicht in: Allgemein

Festspielorgel (Foto: Luigi Caputo)
Salzburg ist das „Herz vom Herzen Europas“ erklärte Festspielgründer Hugo von Hofmannsthal die Auswahl des Ortes geografisch und ideenpolitisch. Und der Festspielbezirk ist das Herz vom Herzen dieses Herzens. Mit dem Großen Festspielhaus hat Herbert von Karajan im wahrsten Sinne des Wortes neue Dimensionen für die Festspiele eröffnet. Mit dem Haus für Mozart haben wir endlich eine adäquate Mozart-Spielstätte. Und die Felsenreitschule mit ihrem neuen, mobilen Dach ist die gelungene Verbindung von einzigartigem, historischem Ambiente und modernster Technik.

Die Reaktivierung der Außenorgel ist für mich nun der klingende Schlussstein im Bemühen um den Festspielbezirk. 2009 hat mich Landeskonservator Dr. Ronald Gobiet auf dieses längst vergessene Juwel unserer Festspielgeschichte aufmerksam gemacht. Hinter den bekannten Pfeifenattrappen an der Außenseite des Festspielhauses im Toscaninihof befand sich einst eine echte Orgel, die, ähnlich dem Stier auf der Festung und der Heldenorgel in Kufstein, auch als Außenorgel konzipiert war. Beim Umbau des Kleinen Hauses 1963 ist sie in Vergessenheit geraten und die nächsten 50 Jahre vor sich hingerostet.


Zu meiner großen Freude und Dankbarkeit konnte ich Senator DDr. Herbert Batliner, dank dessen großzügiger, persönlicher Unterstützung auch die Fresken im Faistauer Foyer wieder in ihrer ursprünglichen Pracht erstrahlen, für das Projekt gewinnen.

Dass wir die Festspielorgel, nach fast einem halben Jahrhundert des Verfalls, innerhalb von so kurzer Zeit zu neuem Leben erwecken konnten, verdanken wir neben der finanziellen Unterstützung von Senator Batliner besonders unseren Partnern: 
Der Firma „Werkstätte für Orgelbau – Dipl. Ing. Wolfgang Bodem“ aus Leopoldsdorf bei Wien, die uns das überzeugendste Restaurierungskonzept vorgelegt und dieses mit viel Fingerspitzengefühl und großem technischen Know-how umgesetzt hat.
Dem Landeskonservator von Salzburg, Hofrat Dr. Ronald Gobiet, der mich nicht nur auf dieses einzigartige Instrument aufmerksam gemacht hat, sondern dessen Behörde auch die baulichen Adaptierungskosten finanzierte.
Den befassten Mitarbeitern der Salzburger Festspiele, allen voran meiner zur Orgelexpertin gereiften Mitarbeiterin Caroline Wehrhan sowie der Bühnentechnik des Hauses für Mozart und der Gebäudeverwaltung, die unter schwierigsten Probenbedingungen alle technischen und organisatorischen Herausforderungen lösten.

Ab dem Sommer 2012 wollen wir einzelne Vorstellungen mit Orgelmusik einläuten. Die Festspiele haben damit eine spektakuläre, akustische Beflaggung, die in Zukunft zu Pfingsten und im Sommer die festliche Zeit der Kunst auf ganz besondere Weise ankündigen wird.

Helga Rabl-Stadler 

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