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SALZBURGER FESTSPIELE BLOG

Meine Bienen. Eine Schneise – Auftragswerk der Salzburger Festspiele

17 AUG 2012

by FESTSPIELKIEBITZ  17:22 h;
veröffentlicht in: Schauspiel

André Jung, Brigitte Hobmeier, Stefan Kurt (Foto: Hans Jörg Michel)
Die ursprüngliche Idee, eine Geschichte zum Thema Bienen zu machen, kam von Andreas Schett, einem Mitglied der Musicbanda Franui. Schauspieldirektor Sven-Eric Bechtolf, der durch zahlreiche gemeinsame Auftritte mit der Musicbanda Franui stark verbunden ist, schlug im Weiteren vor, gemeinsam mit dem Autor Händl Klaus etwas für die Festspiele zu machen. Dies beförderte eine platonische Freundschaft zwischen Händl und Franui zum Ernstfall, zum Produktionsprozess.

Händl Klaus, Tiroler wie Andreas Schett, sprang sofort auf das Bienenthema an und erarbeitete gemeinsam mit dem Musiker den Stoff, ließ sich von dessen Begeisterung anstecken, begann zu schreiben – und machte etwas ganz anderes, als irgendwer vielleicht erwartet hätte. Er schrieb die Geschichte eines Waldbrands, der eine Schneise in den Wald geschlagen und die Bienenvölker des Imkers zerstört hatte. Vier Figuren – Kathrin, die Lehrerin, Lukas, ihr Sohn, Peter der Inspektor, und Wim, der Imker – stehen, wie die Regieanweisung lautet, „am Wald. Heute“. In der Luft muss, sagt Händl Klaus, sobald der Vorhang sich öffnet, Brandgeruch liegen …

Beim Schreiben hatte Händl Klaus die Schauspieler für seine Rollen direkt vor Augen: Brigitte Hobmeier, Stefan Kurt und André Jung – die „von mir so sehr geliebt“ sind, dass er zwischen überbordenden Glücksgefühlen und einer „rasenden Angst“, der Qualität der Schauspieler nicht gerecht zu werden, während des Schreibens auf eine emotionale Achterbahnfahrt ging. Die musikalische Komponente während des Stückes kommt von Seiten der Musicbanda Franui, die Kompositionen stammen von zwei Mitgliedern: Andreas Schett und Markus Kraler. Sechs der Jugendlieder Alban Bergs werden ins Zentrum der Musik zu Meine Bienen rücken. „Genau, was wir gesucht haben,“ sagt Schett. Bergs Lieder werden in die Bienenmusik einsickern, zitiert werden, ausstrahlen, für Momente der machtvollen Klarheit sorgen, wenn in der Schneise des Waldes die Gefühle und die Gedanken zu flirren, zu vibrieren begonnen haben, sehnsuchtsvoll und furchtsam auf der Suche nach dem, was hinter den Worten verborgen ist, in den Farben der Bühne und der Musik aber schon geahnt werden kann.

Das Stück Meine Bienen. Eine Schneise mäandert durch die unterschiedlichsten Gefühlsfelder. Es ist dramatisch, dunkel. Es hat Humor und erzeugt Licht. Es ist in jeder Weise virtuos und originell. Es führt tief in die Vergangenheit seiner Urheber und scheppert laut, ein Geräusch, das die Aufmerksamkeit eines ganzen Bienenschwarms auf sich lenken könnte.

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