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SALZBURGER FESTSPIELE BLOG

Christoph Marthaler erhält Hans Reinhart-Ring

12 JÄN 2011

by FESTSPIELKIEBITZ  20:58 h;
veröffentlicht in: Oper, Allgemein

Archiv Keystone
Der Theaterregisseur und Musiker Christoph Marthaler erhält dieses Jahr die höchste Auszeichnung im Theaterleben der Schweiz, den Hans Reinhart-Ring. Er wird für seine Originalität und seine internationale Resonanz geehrt. Dies teilten die Schweizerische Gesellschaft für Theaterkultur und das Bundesamt für Kultur mit.
Der Hans Reinhart-Ring wird jährlich für hervorragende Verdienste um das Theater verliehen. Gestiftet wurde der Ring 1957 vom Winterthurer Mäzen Hans Reinhart.

Christoph Marthaler wird für die „kreative Originalität seines Schaffens und die große Resonanz auf der internationalen Bühne geehrt“, heißt es in der Begründung. „Seine reichen Produktionen haben in den letzten zwei Jahrzehnten die großen Theater der europäischen Bühne geprägt“. Der Regisseur und Musiker entwickelte eine eigene Bühnensprache, die er mit seiner „Schauspielfamilie“ und seinen Mitarbeiterinnen Anna Viebrock (Bühnenbild) und Stefanie Carp (Dramaturgie) entfaltete und die in der Theaterszene zu einer wesentlichen Referenz geworden ist.

Christoph Marthaler wurde 1951 in Erlenbach im Kanton Zürich geboren und kam als ausgebildeter Oboist über die Musik zum Theater. Ende der 1960er Jahre besuchte er die Theaterschule von Jacques Lecoq in Paris. Zurück in der Schweiz wirkte er zunächst als Theatermusiker und Komponist an verschiedenen Bühnen. Zu Beginn der 1990er-Jahre zeigte er in Basel unter dem damaligen Theaterdirektor Frank Baumbauer erste epochemachende Produktionen. Von 2000 bis 2004 leitete er das Zürcher Schauspielhaus, zeitweise angefeindet von der Politik.

Sein Schaffen für die Salzburger Festspiele

Mit Leos Janáceks Oper Die Sache Makropulos realisiert Marthaler 2011 seine sechste Inszenierung für die Salzburger Festspiele. In der Hauptpartie von Janáceks exzentrischem Bühnenwerk wird Angela Denoke als Emilia Marty zu hören sein. Esa-Pekka Salonen dirigiert erstmals eine Oper mit den Wiener Philharmonikern.

Marthalers Regiearbeiten für die Salzburger Festspiele

1996 Pierrot Lunaire / Quatuor Pour La Fin Du Temps
1997 Zur Schönen Aussicht
1998 Katja Kabanowa
2001 Le nozze di Figaro
2007 Sauser aus Italien. Eine Urheberei
2011 Die Sache Makropulos

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