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SALZBURGER FESTSPIELE BLOG

La Scuola Napoletana – Das große Finale mit Riccardo Muti

13 JUN 2011

by FESTSPIELKIEBITZ  13:55 h;
veröffentlicht in: Pfingsten, Allgemein

Riccardo Muti mit seinem Orchestra Giovanile Luigi Cherubini
„Riccardo Muti – il grande finale – dieses Versprechen auf den Plakaten konnten die Salzburger Pfingstfestspiele 2011 in Wirklichkeit übererfüllen“, freut sich Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler nach dem berührenden Schlussapplaus für das Cherubini-Requiem am Montag.

Künstlerisch und ökonomisch kann man die diesjährigen Pfingstfestspiele als die erfolgreichsten seit 1998 bezeichnen. Damals übernahmen die Salzburger Festspiele den Termin von den Osterfestspielen Salzburg. Mit über 7.600 verkauften Karten lag man über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre.

Dazu Intendant Markus Hinterhäuser: „Die Ziele des fünfjährigen Projektes mit Riccardo Muti sind geradezu übertroffen worden. Zum einen konnten wir diese für die Entwicklung der gesamteuropäischen Musik so wichtige neapolitanische Periode dem Vergessen entreißen und haben damit auch der Musikwissenschaft einen großen Dienst erwiesen. Zum anderen haben die Festspiele damit bewiesen, dass das Publikum programmatische Schwerpunkte zu schätzen weiß.“

Auslastung

Die insgesamt sechs Vorstellungen der Salzburger Pfingstfestspiele 2011 wurden von über 7.600 Gästen aus 30 Nationen besucht. Ausgehend von den Kernmärkten Österreich, Deutschland, Schweiz und Italien entwickelten sich die Pfingstfestspiele zu einem europäischen Anziehungspunkt im Kultur-Tourismus: In den letzten fünf Jahren war ein Publikumszuwachs aus folgenden Ländern zu bemerken: Ost/Südost-Europa wie Estland, Polen, Tschechien, Ungarn, Slowenien, Kroatien sowie Norwegen, Dänemark und Schweden, außerdem aus Übersee und den USA.

Oper und Konzerte 2011

Für die letzte Etappe seiner musikalischen Reise hatte Maestro Muti in der Oper wie in der Sakralmusik Werke von Komponisten ausgewählt, „die zwar aus der Neapolitanischen Schule kommen, aber in Richtung Donizetti, Bellini, ja auch des frühen Verdi gehen“: das Melodramma buffo I due Figaro (1826) von Saverio Mercadante und das Requiem c-Moll (1816) von Luigi Cherubini. „Mercadante ist ein Teil dieser Brücke zwischen neapolitanischer Tradition und Zukunft“, charakterisiert Muti dessen musikgeschichtliche Bedeutung.

Zudem erklang neapolitanische Kammermusik mit dem Barockensemble Il Giardino Armonico unter Giovanni Antonini. René Jacobs leitete die Akademie für Alte Musik Berlin in einer Aufführung von Händels Aci, Galatea e Polifemo – eine Serenata, die während eines Neapel-Aufenthalts des Komponisten entstand. Jean-Christophe Spinosi und das Ensemble Matheus interpretierten mit dem jungen französischen Cellisten Jérôme Pernoo und dem Flötisten Alexis Kossenko selten zu hörende Solokonzerte der Neapolitanischen Schule.

Radio-Übertragungen

Ö1 übertrug am 13. Juni um 11.00 Uhr Cherubinis Requiem c-Moll unter der musikalischen Leitung von Riccardo Muti live aus der Felsenreitschule. Das neapolitanische Kammermusikkonzert „Un’Accademia Napoletana“ des Barockensembles Il Giardino Armonico unter Giovanni Antonini wird am 16. Juni um 11.05 Uhr auf Ö1 übertragen.

Exklusiver Pfingstsponsor A. Lange & Söhne

Ein besonderer Dank gebührt der Uhrenmanufaktur A. Lange & Söhne, durch deren finanzielle Unterstützung die jährliche Aufführung einer Oper erst möglich wurde.

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