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PROGRAMMDETAIL

Wiener Philharmoniker • Herbert Blomstedt

PROGRAMM

ANTON BRUCKNER • Symphonie Nr. 8 c-Moll WAB 108

INFORMATION

Ende des Konzerts ca. 21:25 Uhr. 

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SALZBURGER FESTSPIELE BLOG

Anton Bruckner in frischer Tradition

22 JUL2014

by FESTSPIELKIEBITZ  17:05 h;
veröffentlicht in: Konzert

Die Salzburger Festspiele präsentieren heuer alle Symphonien von Anton Bruckner, die er selbst als seine gültigen angesehen hat. Fünf davon werden von den Wiener Philharmonikern zur Aufführung gebracht, die sich von Anbeginn der Pflege der Musik des Linzer Meisters verschrieben haben. In weiteren vier Konzerten erwarten Sie spannende Bruckner-Begegnungen mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Philharmonia Orchestra, dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien und dem Gustav Mahler Jugendorchester.

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„Die höchste Auszeichnung, von der die Öffentlichkeit nichts weiß, wurde mir ganz zum Schluße im großen Foyer, wo man mich erwartete, von den Philharmonikern, die wie Götter gespielt hatten, selbst zu Teil, eine Ovation, die ich nicht beschreiben kann. Bleibt wohl der denkwürdigste Tag in meinem Kunstleben!“ So atemlos berichtete ein überglücklicher Anton Bruckner von der umjubelten Uraufführung seiner Zweiten Symphonie unter seiner eigenen Leitung 1873 in Wien. Allerdings war das Orchester damals unweigerlich selbst in die künstlerischen Grabenkämpfe des 19. Jahrhunderts verstrickt, die zwischen den fortschrittlichen „Neudeutschen“ und den Konservativen tobten, welche Brahms auf ihren Schild erhoben hatten – und Bruckner wurde kein zweites Mal ans Pult gebeten. Seither haben die Wiener Philharmoniker freilich an seinem Werk mit Zins und Zinseszins wieder gut gemacht, was sie einst am Komponisten verabsäumt haben. Bei den Salzburger Festspielen 2014 bilden fünf Symphonien Bruckners deshalb mit vollem Recht das Herzstück der Philharmonischen Konzerte – und werden beziehungsreich kombiniert mit unverzichtbaren klassischen Vorläufern, Zeitgenossen und Nachfahren Bruckners bis zur Gegenwart in Gestalt eines neuen Werks des Komponisten und philharmonischen Geigers René Staar. Wenn unter Riccardo Muti Schuberts „Tragische“ erklingt, tritt die Verwandtschaft zu Bruckners langsamen Sätzen zutage, und Bruckners Te Deum setzt auf sakrale Weise jene Transzendenz ins Werk, welcher Richard Strauss in Tod und Verklärung eine betont säkulare Façon gibt. Dazu passen schmerzlicher Tiefsinn in Gestalt von Mozarts c-Moll-Klavierkonzert (mit Lang Lang) und Max Regers Requiem nach Worten Friedrich Hebbels, denen Plácido Domingo, der Wiener Singverein und Daniel Barenboim nachspüren: „Seele, vergiß sie nicht, Seele, vergiß nicht die Toten.“

Walter Weidringer

EDITORIAL 2014

Das Konzert 2014

von Alexander Pereira und Florian Wiegand

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