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PROGRAMMDETAIL

Christoph Willibald Gluck • Iphigénie en Tauride

Tragédie in vier Akten von Christoph Willibald Gluck (1714–1787)
Libretto von Nicolas François Guillard (1752–1814)
nach der gleichnamigen Tragödie (1757) von Claude Guimond de La Touche

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LEADING TEAM

Diego Fasolis, Musikalische Leitung
Moshe Leiser, Patrice Caurier, Inszenierung
Christian Fenouillat, Bühne
Agostino Cavalca, Kostüme
Christophe Forey, Lichtgestaltung

BESETZUNG

Cecilia Bartoli, Iphigénie
Christopher Maltman, Oreste
Topi Lehtipuu, Pylade
Michael Kraus, Thoas
Rebeca Olvera, Diana
Coro della Radio Svizzera Italiana, Lugano
I Barocchisti

ZUR PRODUKTION

Als Christoph Willibald Gluck im November 1778 in Paris eintraf, um die Proben für Iphigénie en Tauride zu leiten, beendete Goethe gerade die Urfassung seines Schauspiels Iphigenie auf Tauris, das wenige Wochen vor Glucks Iphigenie zum ersten Mal auf die Bühne kam. Der mythologische Stoff knüpft an die Vorgeschichte vom Schicksal Iphigenies an, die in Aulis der Göttin Diana geopfert werden soll, von der Göttin verschont und nach Tauris entführt wird, wo sie ihr als Priesterin dienen und alle ankommenden Fremden opfern muss. Dieses Schicksal droht auch Iphigenies Bruder Orest und seinem Freund Pylades.
Im Jahre 1801 inszenierte Schiller zusammen mit Goethe diese Oper von Gluck in Weimar und bekannte, dass sie ihm „einen unendlichen Genuss“ verschafft habe: „Noch nie hat eine Musik mich so rein und schön bewegt als diese, es ist eine Welt der Harmonie, die geradezu zur Seele dringt.“ Mit diesem Werk hat Gluck den letzten Schritt seiner Opernreform vollzogen und sich radikal vom Schema der Seria-Oper mit ihrer starren Nummernabfolge und von der traditionellen französischen Oper gelöst zugunsten eines anrührenden, psychologisch fundierten Musikdramas mit geschlossener Szenengestaltung und eingebundenen Ariengebilden. Den Chören hatte Gluck längst eine aktive Rolle zugedacht, und auch die für Paris obligaten Balletteinlagen sind keine harmlos-unverbindlichen Divertissements mehr, sondern organisch mit dem Geschehen verwoben. Glucks Devise, dass seine Musik „die Sprache des Herzens sprechen, große menschliche Leidenschaften glaubhaft darstellen und der Poesie dienen soll“, hat in Iphigénie en Tauride überzeugende Gestalt angenommen.

Artemis, Griechische Skulptur aus Larnaka, Zypern 2. Jahrhundert v. Chr., © akg-images

KARTEN

Karten für die Opern- und Konzertvorstellungen sind außerdem im Abonnement online buchbar.

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