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PROGRAMMDETAIL

Hugo von Hofmannsthal • Jedermann

Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes
von Hugo von Hofmannsthal (1874–1929)

Die Neuinszenierung wird unterstützt von Swarovski

Bei Schlechtwetter im Großen Festspielhaus

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LEADING TEAM

Julian Crouch, Brian Mertes, Regie
Julian Crouch, Bühne
Olivera Gajic, Kostüme
David Tushingham, Dramaturgie
Martin Lowe, Musikalische Leitung/Orchestrierung
Dan Scully, Lichtdesign
Jesse J. Perez, Choreografie

BESETZUNG

Cornelius Obonya, Jedermann
Brigitte Hobmeier, Buhlschaft
Peter Lohmeyer, Tod
Simon Schwarz, Teufel
Sarah Viktoria Frick, Gute Werke
Hans Peter Hallwachs, Der Glaube
Florentina Rucker, Gott
Jürgen Tarrach, Mammon
Julia Gschnitzer, Jedermanns Mutter
Patrick Güldenberg, Jedermanns guter Gesell
Hannes Flaschberger, Dicker Vetter
Stephan Kreiss, Dünner Vetter
Fritz Egger, Ein Schuldknecht
Katharina Stemberger, Des Schuldknechts Weib
Johannes Silberschneider, Armer Nachbar
Sigrid Maria Schnückel, Der Koch
Stephan Kreiss, Hannes Flaschberger, Spielansager
und Tamzin Griffin, Saskia Lane, Chad Lynch, Marc Osterer, Orlando Pabotoy, Jesse Perez, Robert Thirtle

Ensemble 013: Alois Eberl, Tobias Ennemoser, Antonia-Alexa Georgiew, Gernot Haslauer, Sophie Hassfurther, Robert Kainar, Chris Neuschmid, Joschi Öttl, Heidi Reicher, Magdalena Zenz
Artisten: Doris Kirschhofer, Penelope Scheidler

ZUR PRODUKTION

Hugo von Hofmannsthal, der mit seinem Brief des Lord Chandos ein Manifest der Moderne geschrieben hat, wusste, warum er sich das Gewand eines mittelalterlichen Mysterienspiels borgte: In seiner und unserer Sprache, der Sprache der Skepsis, der Ironie, des Misstrauens in das Sprechen überhaupt, hätte er sein Thema nicht behandeln können: das der Endlichkeit unseres Lebens und das der Nichtigkeit unseres irdischen Besitzes. Und die daraus zwingend sich ergebende Frage nach Gott. Die christlich-katholische Ausrichtung des Werkes, die einen Gutteil des Unbehagens mit ihm ausmacht, muss dabei heute nicht mehr als theatralische Manifestation eines übermächtigen Kirchenstaates begriffen werden. Sehr wohl aber können wir uns, gerade durch die historische Distanz, die Hofmannsthal seinem Jedermann verordnet hat, abgleichend befragen, in welchem Zusammenhang wir Heutigen unsere „Werke“ betrachten. Aus welchen Überlegungen heraus wir unsere Ethik, unsere Moral ableiten. Durch welche Vorstellungen wir Tröstung und Hoffnung erfahren. 

Vielleicht will der Jedermann weniger den Glauben anmahnen als seinen Verlust verdeutlichen. Weniger die vermeintlichen Sicherheiten der Kirche feiern als unsere moderne Unsicherheit beleuchten. Weniger christliche Demut fordern als mangelndes Misstrauen in unsere Selbstermächtigung beklagen. Weniger ein Jenseits in Aussicht stellen als einen leeren Himmel betrauern.

Die mittelalterlichen Mysterienspiele wurden von fahrenden Schauspielern auf Jahrmärkten dargeboten. Ihr frommer Inhalt war zugleich Vorwand für deftiges Theater. Die emblematischen Figuren boten reichlich Gelegenheit für pralle Darstellung des Lebens, und die subversiven und anarchischen Kräfte des Theaters obsiegten vermutlich über die Anliegen der Obrigkeit. 

Arthur Kahane, der Dramaturg Max Reinhardts, bemerkte einmal, Theater zu machen sei so, als ob man das Allerheiligste einer Hure anvertraue. Allerdings betonte er, dass diese Mesalliance enorme Vorteile für beide Partner biete. Der Dramatiker Hofmannsthal hat sich mit diesem Thema mehr als einmal beschäftigt, ebenso Reinhardt. Die Sinnlichkeit des Spiels mit dem geistigen Auftrag der Literatur zu verbinden war ihr Anspruch. Nicht um der einen oder dem anderen zum Sieg zu verhelfen, sondern um die Gleichberechtigung beider Antagonisten im Verbund nachzuweisen. Der Jedermann ist eine Spielvorlage, die dieses Anliegen exemplarisch abbildet. Nicht umsonst fesselt er in Salzburg seit über neunzig Jahren sein Publikum.

Wir freuen uns, mit Julian Crouch und Brian Mertes ein Regie-Team gefunden zu haben, das sich mit Phantasie und Leidenschaft dieser Herausforderung stellt und die große Jedermann-Tradition der Festspiele fortschreibt.

Sven-Eric Bechtolf

SALZBURGER FESTSPIELE BLOG

Simon Schwarz spielt den Teufel in der Neuinszenierung des Jedermann

18 JÄN2013

by FESTSPIELKIEBITZ  16:10 h;
veröffentlicht in: Schauspiel

Der österreichische Schauspieler Simon Schwarz ist der neue Teufel auf dem Domplatz. In der Neuinszenierung von Julian Crouch und Brian Mertes wird Simon Schwarz an der Seite von Cornelius Obonya in der Titelpartie, Brigitte Hobmeier als Buhlschaft sowie Peter Lohmeyer als Tod u.a. spielen. Mit Cornelius Obonya hat Simon Schwarz u.a. in Kottan ermittelt – Rien ne va plus und der Verfilmung des Kriminalromans Die Mutprobe von Lisa Lercher gespielt.

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Lohmeyer spielt den Tod im "Jedermann"

17 DEZ2012

by FESTSPIELKIEBITZ  15:04 h;
veröffentlicht in: Schauspiel

Peter Lohmeyer ist der "Tod" in unserer nächstjährigen Neuinszenierung des Jedermann. Lohmeyer wurde an der Schauspielschule Bochum ausgebildet und ist neben zahlreichen Theaterengagements durch Film und Fernsehen bekannt geworden, etwa mit Die Straßen von Berlin und Das Wunder von Bern

Ohne Titel, © Eva Schlegel

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EDITORIAL 2013

Das Schauspiel 2013

von Sven-Eric Bechtolf

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