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SALZBURG FESTIVAL BLOG

Die allgegenwärtigen Sofiensäle

4 AUG 2011

by Erich Schagerl  11:11 h;
published in: Opera, General

Erich Schagerl
Am 1. August 2011 hatten wir Wiener Philharmoniker bereits die vierte Probe für Janáček’s Oper Die Sache Makropulos unter der Leitung von Esa-Pekka Salonen. In den ersten drei Proben wurde jeweils einer der drei Akte einstudiert und in der vierten Probe waren erstmals auch die fabelhaften Sänger mit dabei. Die Oper wird übrigens ohne Pause durchgespielt und ca. zwei Stunden dauern. Und wie wird die Regie? Wir sind auch schon sehr neugierig!

In diesem Jahr ist es schon die dritte Janáček-Oper für die Wiener Philharmoniker. Wir gaben ja auch schon Jenufa (im Repertoire) und Katja Kabanova (als Premiere) in der Wiener Staatsoper zum Besten. Mich verbindet bereits eine lange Geschichte mit Janáček und seinen Werken. Ich erinnere mich noch gut, obwohl es schon 30 Jahre her ist, dass wir so ziemlich alle Opern von ihm mit Sir Charles Mackerras aufgenommen haben. Da spielten wir auch noch Das schlaue Füchslein, Die kleine Meerjungfrau und Aus einem Totenhaus ein. Diese unvergesslichen Aufnahmen fanden in den wunderschönen Sofiensälen statt, die ja leider 2001 einem Brand zum Opfer fielen. Lange Zeit wurde dann über die Zukunft der Sofiensäle spekuliert – vor dem Sommer gab es aber endlich eine Entscheidung: das Gebäude wird wieder hergestellt! In der Inszenierung von Frau ohne Schatten kann man die Sofiensäle übrigens jetzt schon bewundern.

Aber wieder zurück in die Gegenwart! Für das Orchester selbst waren und sind alle Partituren des Meisters eine große Herausforderung. Seine Tonsprache fordert technisch und ausdrucksmäßig höchste Virtuosität und Flexibilität in sämtlichen Instrumentengruppen. Wir bekamen deshalb schon vor dem Sommer das perfekt eingerichtete Notenmaterial zur Verfügung gestellt, denn ein so schwieriges Stück wie Die Sache Makropulos will auch von jedem Einzelnen gut vorbereitet sein. Unser Dirigent Esa-Pekka Salonen geht sehr professionell, kompetent und klar an die Arbeit und er spricht auch noch gut Deutsch. Und die Sänger: sind natürlich auch wie immer sehr gut vorbereitet. Der Countdown läuft! Nur noch wenige Proben, dann wird die Oper am 10. August in die Premiere gehen. 


Esa Pekka-Salonen mit Clemens Hellsberg bei der Probe

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