Die Presse über Die Sache Makropulos
19
SEP
2011
by
FESTSPIELKIEBITZ
08:00 h;
published in: Opera, General
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| Sasha Rau, Angela Denoke, Photo: Walter Mair |
Grandios ist Christoph Marthalers Regie, die das Geschehen in einen von Anna Viebrock gebauten Gerichtsaal verlegt. Wahrhaftig versteht es der Regisseur, ein Planetensystem von Gegenwelten zu erschaffen, Endlosschleifen zu ziehen und die Zeit außer Kraft zu setzen. (…) Angela Denoke an der Spitze eines perfekten Ensembles erbringt die bisherige Höchstleistung dieser Festspiele: Stimmlich, gestalterisch, auratisch ein Ereignis, das zum Mythos wird. –
NEWS
Die letzte Opernpremiere der diesjährigen Salzburger Festspiele, Leos Janáceks Die Sache Makropulos, wurde zu einem triumphalen Erfolg für alle Beteiligten. Voran für Regisseur Christoph Marthaler, Dirigent Esa-Pekka Salonen und die hinreißende Sängerdarstellerin der Hauptpartie Emilia Marty, Angela Denoke. (…) Dominiert wird diese Inszenierung von der überragenden Darstellerin der Emilia Marty, Angela Denoke. Nicht nur sängerisch ideal, schlüpft sie mit einer Selbstverständlichkeit und Prägnanz in die ihr zugeordneten Rollen (…). – Die Furche
Es scheint, dass die Konstellation Marthaler/Viebrock/Denoke eine Garantie für künstlerisches Gelingen ist. Der Abend wurde zum Triumph (…). – Südwest Presse
Wie Angela Denoke diese äußerlich jung gebliebene Frau spielt, mit einer Mischung aus Überheblichkeit und Weisheit, aus Angewidertheit und einem Rest von Neugierde, ist ein Ereignis. Die wahrscheinlich größte Singschauspielerin unserer Tage beeindruckt wieder mit einer intensiven Rollenstudie. (…) Aber auch die restlichen Sänger sind gut gewählt (…). – Kurier
Nervöse Ticks, stumme Vorspiele, Schlaf auf der Bühne: Alle Elemente von Marthalers Zaubertheater vereinigen sich zum Opernwunder. – Die Welt
In Marthalers feingeklöppelter Langsamkeits-Regie und im Umfeld eines sehr guten Ensembles (allen voran Johan Reuter als vitaler Baron Prus) scheint sich Denoke besonders wohlzufühlen. (…) Esa Pekka-Salonen am Pult der Wiener Philharmoniker lässt den oft rauen, gezackten Janacek-Sound heftig und ungeschönt tönen. Er kann aber auch wunderbar abheben – in andere, traumhaft leuchtende, überirdische Klangwelten. Kurz: Makropulos ist im Musiktheater-Bereich der Festspiele 2011 das Beste bisher. – Basler Zeitung
Auf der Bühne feiert Angela Denoke in der Rolle der 337 Jahre alten Emilia Marty einen Triumph. (…) Neben ihr machen Raymond Very als Albert Gregor mit leidenschaftlichem Tenor, Johan Reuter als männlich auftrumpfender Jaroslav Prus und Jochen Schmeckenbecher als markiger Anwalt Kolenaty gute Figur. Jugendfrisch klingt Jurgita Adamonyte als Krista, deren Vater Peter Hoare mit subtilem Charaktertenor gestaltet und deren Verehrer Ale Briscein mit lyrischen Tenorqualitäten ausstattet. – Kleine Zeitung
Esa-Pekka Salonen am Pult der Wiener Philharmoniker beschert ein Ereignis: Seine Klangdramaturgie besticht durch scharfe Präzision, Klarlinigkeit, packende dramatische Ballungen und prachtvolle Farben. – Kronen Zeitung
(…) vom ersten Moment an besteht kein Zweifel, dass Esa-Pekka Salonen am Pult der Wiener Philharmoniker nicht nur in jeder Sekunde dieser vielgestaltigen, schwer zu organisierenden Partitur den souveränsten Überblick hat, sondern dem Klang auch wunderbare Facetten gibt: messerscharf in der kleinteiligen Dramaturgie, lakonisch in den rhetorischen Gesten, bis hin ins große, echte Gefühl, den üppig blühenden, dabei immer trocken-präzisen ausgesteuerten Klangrausch. – Salzburger Nachrichten