Die Presse über Immer noch Sturm
21
SEP
2011
by
FESTSPIELKIEBITZ
08:00 h;
published in: Drama, General
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| Jens Harzer, Photo: Ruth Walz |
Peter Handke hat mit
Immer noch Sturm sein wichtigstes Stück geschrieben – bei den Salzburger Festspielen wurde es triumphal uraufgeführt. –
Süddeutsche Zeitung
Peter Handke betritt mit seinem neuen Stück Immer noch Sturm persönlicher, politischer, zugleich verzweifelter als je zuvor die Bühne. Er betritt sie tatsächlich: in Gestalt der Figur, die „Ich“ heißt und von Jens Harzer atemberaubend verkörpert wird. – Freitag.de
Gotscheff will nicht den Handke, der Diktatoren nachrennt, weil sie westlichen Sprach-Invasoren „Widerstand“ leisteten. Er will den romantischen Sänger auf die Bühne bringen, der fassungslos ist über die „Naturvergessenen“, über die kapitalistische Mobilmachung von allen und jedem. – Die Zeit
Die Uraufführungsinszenierung von Peter Handkes Immer noch Sturm auf der Pernerinsel ist ein Festspiele-Glücksfall: Regisseur Dimiter Gotscheff söhnt Handkes verquere Poesie mit der Theatermoderne aus. – Der Standard
Dimiter Gotscheff macht aus Peter Handkes poetischem, unerhörten Textbastard Immer noch Sturm auf der Pernerinsel bei den Salzburger Festspielen ein leises, großes Welttheater, eine Messe für die Sprache. – Salzburger Nachrichten
Gotscheff führt die Schauspieler auf leerer Bühne zu ungeheurer Intensität und Emotionalität. Die unablässig auf die Bühne rieselnden Blätter (Katrin Brack) erzeugen eine suggestive Atmosphäre, welche die Aufmerksamkeit ganz auf das Sprachkunstwerk konzentriert. – NEWS
Dimiter Gotscheffs Theaterarbeiten bestehen aus Raum, Körper und Text. Mehr braucht der Altmeister der epischen Inszenierungsform nicht, um ein Theaterereignis zu erschaffen. – Die Furche
Die Schauspieler bewältigen die Aufgabe grandios, einerseits Marionetten der Gedanken des Handke-„Ich“ zu sein, andererseits dessen Imagination immer wieder zu überschreiten, sie zu weiten und auf neue Pfade zu locken. – Hamburger Abendblatt