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1920 – 1937

Die Gründerjahre

Gegen Ende des Ersten Weltkriegs entstand die Idee, in der barocken Residenzstadt Salzburg, fernab vom rastlosen Alltag und der Betriebsamkeit der Metropolen, Festspiele zu gründen. Der Regisseur Max Reinhardt, der hier, am heutigen Landestheater, seine Karriere als Schauspieler begonnen hatte, reichte 1917 in Wien eine entsprechende Denkschrift ein; der Dichter Hugo von Hofmannsthal publizierte seinerseits 1919 eine Festspielprogrammatik. Zu den beiden Künstlern gesellten sich der Komponist Richard Strauss, der Dirigent und Wiener Hofoperndirektor Franz Schalk und der Bühnenbildner Alfred Roller, die zu fünft die Salzburger Festspiele gegen alle Widerstände durchsetzten – sogar bevor die finanziellen Mittel für ein Festspielhaus überhaupt in Aussicht standen. Die Geburtsstunde des Festivals schlug am 22. August 1920, als auf dem Domplatz Hugo von Hofmannsthals Moralität Jedermann in der Regie von Max Reinhardt aufgeführt wurde. 1921 gab es neben der Wiederaufnahme dieser Produktion erstmals Konzerte, 1922 kam als weitere Sparte die Oper hinzu. Die Nutzung der Felsenreitschule als Spielstätte (1926) und der Bau eines Festspielhauses (1925-27) ermöglichten professionelle Aufführungsbedingungen und eine Ausweitung des Spielplans. Salzburg wurde bald zum Treffpunkt der besten Regisseure und Dirigenten, Schauspieler und Sänger ihrer Zeit: Namen wie Bruno Walter, Arturo Toscanini, Clemens Krauss und Fritz Busch, Lothar Wallerstein, Clemens Holzmeister und Rudolf Hartmann, Alexander Moissi, Werner Krauß und Helene Thimig, Lotte Lehmann, Richard Mayr, Viorica Ursuleac, Helge Roswaenge und Richard Tauber sind untrennbar mit den Gründerjahren der Festspiele verbunden.

Details zu den einzelnen Jahren: 

1920, 1921, 1922, 1923, 1924, 1925, 1926, 1927, 1928, 1929, 1930, 1931, 1932, 1933, 1934, 1935, 1936, 1937