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1934

29. Juli bis 2. September

Das Jahr der Attentate: Am 17. Mai wird ein Bombenanschlag auf das Festspielhaus verübt, bei dem die wertvollen Mosaiken von Anton Kolig schwer beschädigt werden. Im Juli fällt dann der österreichische Bundeskanzler Engelbert Dollfuß einem Mordanschlag zum Opfer; wegen des Begräbnisses wird die Festspieleröffnung um einen Tag verschoben. Eine bauliche Verbesserung bietet die Teilüberdachung der Felsenreitschule, die im Frühjahr vorgenommen wird. Ganz gegen den Zeitgeist nationaler Gesinnung, der aus Deutschland überzuschwappen droht, gibt es auf Initiative von Bruno Walter erstmals eine Opernaufführung in der italienischen Originalsprache: Mozarts Don Giovanni eröffnet ein neues Zeitalter der Interpretation. Richard Strauss wird zu seinem 70. Geburtstag mit einem eigenen Zyklus geehrt. Und Arturo Toscanini, der große italienische Dirigent, gibt endlich sein Debüt in Salzburg und leitet drei Orchesterkonzerte.

1934: Neuproduktion von Don Giovanni.
Vorne: Karl Ettl (Masetto), Virgilio Lazzari (Leporello), Ezio Pinza (Giovanni) und Lotte Schöne (Zerlina).

Neuinszenierung
Wolfgang Amadeus Mozart
Don Giovanni
Dirigent: Bruno Walter
Regie: Karl Heinz Martin
Bühne: Oskar Strnad
Festspielhaus

Wiederaufnahmen: Jedermann, Faust. Der Tragödie 1. Teil, Fidelio, Tristan und Isolde, Der Rosenkavalier, Die ägyptische Helena, Elektra, Le nozze di Figaro, Così fan tutte, Oberon

9 Orchesterkonzerte, 2 Chorkonzerte, 1 Kammerkonzert, 1 Liederabend, 6 Serenaden, 6 Konzerte geistlicher Musik

Details zu den einzelnen Jahren: 

1920, 1921, 1922, 1923, 1924, 1925, 1926, 1927, 1928, 1929, 1930, 1931, 1932, 1933, 1934, 1935, 1936, 1937