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1950

27. Juli bis 31. August

Das einsetzende Wirtschaftswunder und der wachsende Wohlstand der westeuropäischen Gesellschaften führen zu einem Aufschwung vieler Festivals: Aix-en-Provence, Glyndebourne und Edinburgh konkurrieren schon jetzt mit der Mozart-Stadt um die Zuschauergunst, ein Jahr später, 1951, sorgt die Wiedereröffnung von Bayreuth mit Wieland Wagners entschlackter Bühnenästhetik für Aufsehen. Mit einer Doppelstrategie gelingt es den Salzburger Festspielen, ihren Ruhm zu behaupten und auszubauen. Zum einen wird das zeitgenössische Repertoire akzentuiert, wie die szenische Uraufführung von Boris Blachers Romeo und Julia sowie Premieren von Brittens Rape of Lucretia und Strauss‘ Capriccio belegen. Zum anderen werden die Klassiker in exemplarischen Aufführungen präsentiert: Furtwänglers Don Giovanni mit Tito Gobbi, Elisabeth Schwarzkopf, Anton Dermota und Ljuba Welitsch oder auch sein Fidelio mit Kirsten Flagstad und Julius Patzak gelten heute als legendär. Organisatorisch gehen die Festspiele neue Wege: Am 12. Juli wird der Salzburger Festspielfonds gegründet; der Bund, das Land und die Stadt Salzburg sowie der Salzburger Fremdenverkehrsförderungsfonds tragen nun gemeinschaftlich die finanzielle Verantwortung und schließen die Deckungslücke im Budget.

1950: Ein Höhepunkt der Festspiele ist Wilhelm Furtwänglers Dirigat des Don Giovanni, hier mit Donna Anna-Interpretin Ljuba Welitsch.

Neuinszenierung
Ferdinand Raimund
Der Verschwender
Regie: Ernst Lothar
Bühne: Clemens Holzmeister
Kostüme: Erni Kniepert
Landestheater

Neuinszenierung
William Shakespeare
Was ihr wollt
Regie: Josef Gielen
Bühne und Kostüme: Stefan Hlawa
Landestheater

Neuinszenierung
Wolfgang Amadeus Mozart
Don Giovanni
Dirigent: Wilhelm Furtwängler
Regie: Oscar Fritz Schuh
Bühne: Clemens Holzmeister
Kostüme: Caspar Neher
Festspielhaus

Neuinszenierung
Benjamin Britten
The Rape of Lucretia
Dirigent: Josef Krips
Regie: Josef Gielen
Bühne und Kostüme: Caspar Neher
Landestheater

Szenische Uraufführung
Boris Blacher
Romeo und Julia
Dirigent: Josef Krips
Regie: Josef Gielen
Bühne und Kostüme: Caspar Neher
Landestheater

Neuinszenierung
Richard Strauss
Capriccio
Dirigent: Karl Böhm
Regie: Rudolf Hartmann
Bühne und Kostüme: Gustav Vargo
Festspielhaus

Wiederaufnahmen: Jedermann, Die Zauberflöte, Fidelio

8 Orchesterkonzerte, 2 Konzerte mit der Trapp-Familie, 4 Serenaden, 2 Matineen, 5 Kammerkonzerte, 1 Solistenkonzert, 6 Konzerte geistlicher Musik, 2 Kirchenkonzerte

Details zu den einzelnen Jahren:

1945, 1946, 1947, 1948, 1949, 1950, 1951, 1952, 1953, 1954, 1955, 1956, 1957, 1958, 1959,