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1988

27. Juli bis 30. August

Drei Neuproduktionen stehen auf dem Spielplan: Mozarts Titus mit Riccardo Muti, Rossinis Cenerentola mit Riccardo Chailly und Elias Canettis Hochzeit in einer Inszenierung von Axel Corti. Zwei Werkzyklen ragen im Konzertbereich heraus: Das Alban Berg Quartett spielt sämtliche Streichquartette Beethovens, und Alfred Brendel, seit 1960 regelmäßiger Gast in Salzburg, stellt an vier Abenden das Klavierschaffen von Franz Schubert vor. Überschattet werden die Festspiele 1988 von einschneidenden Ereignissen: Jean-Pierre Ponnelle, der meistbeschäftigte Salzburger Regisseur der letzten beiden Dekaden, stürzt während einer szenischen Probe in Tel Aviv in den ungesicherten Orchestergraben und verstirbt an den Folgen des Unfalls am 11. August – er wird nur 56 Jahre alt. Mit einer Gedenkstunde am 25. August würdigen Weggefährten und Festspielgäste diesen großen Theatermann. An eben jenem Tag kündigt sich freilich noch ein weiterer Abschied an: Herbert von Karajan erklärt seinen Rücktritt aus dem Direktorium der Salzburger Festspiele, der bereits mit dem 1. September wirksam wird. Das Ende einer großen Ära ist zum Greifen nahe.

3. August 1988: Ein Soloabend im Großen Festspielhaus mit Luciano Pavarotti.

Neuinszenierung
Elias Canetti
Hochzeit
Regie: Axel Corti
Bühne: Xenia Hausner
Kostüme: Jorge Jara
Landestheater

Neuinszenierung
Wolfgang Amadeus Mozart
La clemenza di Tito
Dirigent: Riccardo Muti
Regie: Peter Brenner
Bühne und Kostüme: Enrico Job und Benito Persico
Felsenreitschule

Neuinszenierung
Gioacchino Rossini
La Cenerentola
Dirigent: Riccardo Chailly
Regie: Michael Hampe
Bühne und Kostüme: Mauro Pagano
Kleines Festspielhaus

Wiederaufnahmen: Der Bauer als Millionär, Jedermann, Le nozze di Figaro, Die Entführung aus dem Serail, Don Giovanni, Moses und Aron

Oper konzertant: Honeggers Jeanne d'Arc au bûcher , Einems Der Prozess

6 Ballettabende, 14 Orchesterkonzerte, 6 Kammerkonzerte, 7 Serenaden, 13 Matineen, 7 Solistenkonzerte, 7 Liederabende, 5 Kirchenkonzerte, 1 Chornacht, 6x Beethoven-Zyklus, 4x Schubert-Zyklus, 5 Lesungen, Gedenkstunde für Anna Mahler, Gedenkfeier für Jean-Pierre Ponnelle

Festredner Péter Hanák: „Schöpferische Kraft und Pluralität in der mitteleuropäischen Kunst“

Details zu den einzelnen Jahren:

1960, 1961, 1962, 1963, 1964, 1965, 1966, 1967, 1968, 1969, 1970, 1971, 1972, 1973, 1974, 1975, 1976, 1977, 1978, 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1986, 1987, 1988, 1989,