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1996

20. Juli bis 31. August

Gerard Mortier und Hans Landesmann verlängern ihre Verträge bis zum Herbst 2001. Einer stärkeren Akzentuierung der Jugendarbeit gilt nun ihr Augenmerk: durch einen Ausbau der Jugendabonnements und durch Gründung des Vereins der „Jungen Freunde der Salzburger Festspiele“. Im Kleinen Festspielhaus eröffnet der Festspielshop, und auch der Schüttkasten wird in Betrieb genommen: Das Kartenbüro hat hier nun seine Residenz, das Archiv bezieht die erste Etage, die zweite ist Probenräumen vorbehalten, und im Souterrain bietet ein Vortragssaal Raum für Lesungen, Diskussionsveranstaltungen und Ausstellungen. Arnold Schönbergs Leben und Werk ist die erste Präsentation gewidmet, die dort gezeigt wird; sie flankiert den Schönberg-Schwerpunkt im Opernprogramm, der Neuproduktionen von Moses und Aron sowie Pierrot lunaire umfasst. Mit der Klytämnestra in Elektra feiert Leonie Rysanek, die 1958 in Salzburg debütierte, ihren Abschied von einem langen, bewegten Bühnenleben. Das Schauspiel exponiert erneut Shakespeare: zum einen den Sommernachtstraum, den Leander Haußmann inszeniert, zum anderen Richard II. als Gastspiel des Royal National Theatre. Peter Stein verschreibt sich diesmal der österreichischen Dramatik: Raimunds Zauberspiel Der Alpenkönig und der Menschenfeind. Anton Bruckners 100. Todestag wird mit einer eigenen Konzertreihe begangen. Neu im Musikprogramm ist außerdem das Projekt „Next Generation“, das Komponisten von morgen vorstellt: Marco Stroppa und Kaija Saariaho machen den Anfang.

1996: Das Team für Schönbergs Pierrot lunaire. Mathis Dulack, Anna Viebrock und Christoph Marthaler (v.l.n.r.).

Neuinszenierung
Ferdinand Raimund
Der Alpenkönig und der Menschenfeind
Regie: Peter Stein
Bühne: Ferdinand Wögerbauer
Kostüme: Moidele Bickel
Landestheater

Neuinszenierung
William Shakespeare
Ein Sommernachtstraum
Regie: Leander Haußmann
Bühne und Kostüme: Bert Neumann
Felsenreitschule

Gastspiel des Royal National Theatre of Great Britain
William Shakespeare
Richard II.
Regie: Deborah Warner
Bühne und Kostüme: Hildegard Bechtler
Perner-Insel Hallein

Gastspiel des Studiotheater Oleg Tabakow Moskau
Juli Kim
Bumbarasch
Regie: Wladimir Maschkow
Bühne und Kostüme: Alexandr Borowski
Perner-Insel Hallein

Gastspiel des Odéon-Théâtre de l’Europe
Bernard-Marie Koltès
Dans la solitude des champs de coton
Regie: Patrice Chéreau
Bühne: Richard Peduzzi
Kostüme: Moidele Bickel
Perner-Insel Hallein

Neuinszenierung
Carl Maria von Weber
Oberon
Dirigent: Sylvain Cambreling
Regie: Klaus Metzger
Bühne: Klaus Kretschmer
Kostüme und Marionettenentwürfe: Robby Duiveman
Mit dem Salzburger Marionettentheater
Kleines Festspielhaus

Neuinszenierung
Richard Strauss
Elektra
Dirigent: Lorin Maazel
Regie: Keita Asari
Bühne: Ichiro Takada und Shigeaki Tsuchiya
Kostüme: Hanae Mori
Großes Festspielhaus

Neuinszenierung
Ludwig van Beethoven
Fidelio
Dirigent: Sir Georg Solti / Philippe Auguin
Regie, Bühne und Kostüme: Herbert Wernicke
Großes Festspielhaus

Neuinszenierung
Arnold Schönberg: Pierrot lunaire /
Olivier Messiaen: Quatuor pour la fin du temps
Dirigent: Mathis Dulack
Regie: Christoph Marthaler
Bühne und Kostüme: Anna Viebrock
Stadtkino

Koproduktion mit De Nederlandse Opera Amsterdam
Arnold Schönberg
Moses und Aron
Dirigent: Pierre Boulez
Regie: Peter Stein
Bühne: Karl-Ernst Herrmann
Kostüme: Moidele Bickel
Großes Festspielhaus

Wiederaufnahmen: Jedermann, Der Kirschgarten, The Rake’s Progress, Don Giovanni, Le nozze di Figaro

Oper konzertant: Beethovens Leonore, Dallapiccolas Il Prigioniero

Konzertzyklen: Chor- und Orchesterkonzerte, „Next Generation“ (Marco Stroppa, Kaija Saariaho), Projekt Friedrich Cerha, "Polyphonie" – Bach mit András Schiff, Kammerkonzerte, Solistenkonzerte, Liederabende, Mozart-Matineen, Konzerte der Musica Sacra, Lesungen

Festredner Claudio Magris: „Utopie und Entzauberung“

Details zu den einzelnen Jahren:

1990, 1991, 1992, 1993, 1994, 1995, 1996, 1997, 1998, 1999, 2000, 2001,