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2003

26. Juli bis 31. August

Im Frühjahr verkündet Jürgen Flimm seinen Rückzug als Chef des Schauspiels nach dem Sommer 2004, Martin Kusej wird zu seinem Nachfolger ernannt. Tumultartige Reaktionen erfährt die Eröffnungspremiere, Mozarts „Entführung aus dem Serail“: Auf die Figur des Bassa Selim hat der norwegische Regisseur Stefan Herheim kurzerhand verzichtet und neue Dialoge geschrieben. Die Riege der engagierten Befürworter, die sich vor die umstrittene Produktion stellen, wird von Intendant Peter Ruzicka angeführt, der kühn prophezeit, die Inszenierung werde bald Kultstatus erreichen. Mit der zweiten Mozart-Premiere des Sommers, „La clemenza di Tito“, setzt sich der Siegeszug des Teams Nikolaus Harnoncourt und Martin Kusej fort. Altmeister Hans Werner Henze wird bei der Uraufführung seiner Oper „L’Upupa“, die Markus Stenz dirigiert und Dieter Dorn inszeniert, mit Standing Ovations bedacht. Ein Publikumsrenner sind „Les Contes d’Hoffmann“ mit Neil Shicoff, Waltraud Meier und Ruggero Raimondi – die Kritik aber mokiert sich über das eher konservative Regiekonzept von David McVicar. Johann Kresnik, der Ibsens „Peer Gynt“ deutet, und Michael Thalheimer, der sich Büchners „Woyzeck“ widmet, verantworten die beiden großen Neuproduktionen im Schauspiel. Den Young Directors Award gewinnt der Lette Alvis Hermanis für Gogols „Revisor“; Christa Wolf begeistert das Publikum als „Dichterin zu Gast“. Erstmals gibt es die Salzburg Passagen, ein Festival im Festival, das ganz der neuen und neuesten Musik vorbehalten ist.

Details zu den einzelnen Jahren:

2002, 2003, 2004, 2005, 2006,