PROGRAMMDETAIL
PROGRAMM
TŌRU TAKEMITSU • November Steps für Biwa, Shakuhachi und Orchester (1967)
TOSHIO HOSOKAWA • Klage für Sopran und Orchester auf Texte von Georg TraklUraufführung • Auftragswerk der Salzburger Festspiele
HECTOR BERLIOZ • Symphonie fantastique op. 14 – Épisode de la vie d’un artiste en cinq parties
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Ohne Titel, © Eva Schlegel
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KARTEN 25. August, 20:00 Uhr Bitte warten ...
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EDITORIAL 2013
von Alexander Pereira und Florian Wiegand
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Orchesterkonzerte Aus dem gewohnt illustren Reigen der internationalen Spitzenorchester u. a. aus Berlin, Leipzig, München, Rom, Tokio, Wien oder Zürich, die unter der Leitung großer Dirigenten und mit namhaften Solisten bei den Salzburger Festspielen 2013 zu hören sind, ragen auf programmatischer Ebene zwei Konzerte heraus: Zunächst eine prunkvoll besetzte Aufführung des War Requiem von Benjamin Britten, der vor 100 Jahren geboren wurde und mit diesem 1962 in der neu erbauten Kathedrale von Coventry uraufgeführten Werk einen bewegenden Aufruf für gelebten Pazifismus ebenso geschaffen hat wie ein musikalisches Zeugnis der Versöhnung der Völker nach dem Zweiten Weltkrieg. Das zweite Herzstück ist jener Abend, an dem das West-Eastern Divan Orchestra unter Daniel Barenboim nicht nur Werke der Jahresregenten Wagner und Verdi, sondern auch des Jordaniers Saed Haddad und der Israelin Chaya Czernowin miteinander konfrontiert: Da sind spannungsreiche Dialoge zu erwarten, die sich in den übrigen Konzerten mit wichtigen Wegmarken der Musikgeschichte bis zur Gegenwart fortsetzen. Zwei von Mahlers „Wunderhorn“-Symphonien, die monumentale „Tragische“ und die weltabgewandte Neunte stellen Bezugspunkte einer Mahler-Spurensuche dar, die zur expressiven Schönberg-Schule, aber auch zu Schostakowitschs Doppelbödigkeit und weiter in unsere Zeit zu Birtwistle, Takemitsu und Hosokawa führt. Lange vor Strawinskys rhythmischer Revolution waren es freilich die klassische Trias Haydn-Mozart-Beethoven, hier interpretiert von Nikolaus Harnoncourt, Simon Rattle und Riccardo Chailly, sowie der romantische Revolutionär Hector Berlioz, diesmal gedeutet von Charles Dutoit, die so vieles erst so recht ermöglicht haben: Die immer wieder neue Auseinandersetzung mit der Vergangenheit war stets und bleibt weiterhin ein Motor für die Kunst der Gegenwart.
Walter Weidringer
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