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SALZBURGER FESTSPIELE | KONZERT 2018

Lukaspassion – Orchestre Symphonique de Montréal · Nagano

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Felsenreitschule

Interpreten: Sarah Wegener, Lucas Meachem, Matthew Rose, Philharmonischer Chor Krakau, Teresa Majka-Pacanek, Warsaw Boys Choir, Krzysztof Kusiel-Moroz, Orchestre Symphonique de Montréal, Kent Nagano
Werke von Krzysztof Penderecki

Matthäus-Evangelium (Film)

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Kollegienkirche

Werke von Pier Paolo Pasolini

Mozart-Matinee · Minasi

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Stiftung Mozarteum – Großer Saal

Interpreten: Andreas Ottensamer, Simona Šaturová, Benjamin Bruns, Henning von Schulman, Salzburger Bachchor, Alois Glaßner, Mozarteumorchester Salzburg, Riccardo Minasi
Werke von Wolfgang A. Mozart, Ludwig v. Beethoven

Kammerkonzert Faust · Goltz · Bezuidenhout

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Stiftung Mozarteum – Großer Saal

Interpreten: Isabelle Faust, Kristin von der Goltz, Kristian Bezuidenhout
Werke von Johann Sebastian Bach, Heinrich Ignaz Franz Biber

Klangforum Wien · Volkov · The Orlando Consort

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Kollegienkirche

Interpreten: Evert Sooster, Klangforum Wien, Ilan Volkov, The Orlando Consort
Werke von Galina Ustwolskaja, Carl Theodor Dreyer

Levit · BR-Chor · Arman · Kopatchinskaja · Hinterhäuser

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Stiftung Mozarteum – Großer Saal

Interpreten: Igor Levit, Chor des Bayerischen Rundfunks, Howard Arman, Patricia Kopatchinskaja, Markus Hinterhäuser
Werke von Franz Liszt, Galina Ustwolskaja

Klaviersonaten – Hinterhäuser

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Stiftung Mozarteum – Großer Saal

Interpreten: Markus Hinterhäuser
Werke von Galina Ustwolskaja

Collegium Vocale Gent · Herreweghe · Klangforum Wien · Volkov  

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Kollegienkirche

Interpreten: Collegium Vocale Gent, Orchester des Collegium Vocale Gent , Philippe Herreweghe, Marino Formenti, Klangforum Wien, Ilan Volkov
Werke von Heinrich Schütz, Galina Ustwolskaja

Klangforum Wien · Volkov   

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Stiftung Mozarteum – Großer Saal

Interpreten: Evert Sooster, Florian Müller, Klangforum Wien, Ilan Volkov
Werke von Galina Ustwolskaja

Officium 1 – La Capella Reial · Hespèrion XXI · Savall      

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Kollegienkirche

Interpreten: La Capella Reial de Catalunya, Hespèrion XXI, Jordi Savall
Werke von Tomás Luis de Victoria

h-Moll-Messe – Collegium Vocale Gent · Herreweghe

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Felsenreitschule

Interpreten: Dorothee Mields, Margot Oitzinger, Alex Potter, Thomas Hobbs, Peter Kooij, Collegium Vocale Gent, Orchester des Collegium Vocale Gent , Philippe Herreweghe
Werke von Johann Sebastian Bach

San Giovanni Battista – Collegium 1704 · Luks

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Stiftung Mozarteum – Großer Saal

Interpreten: Giulia Semenzato, Lucile Richardot, Christophe Dumaux, Krystian Adam, Krešimir Stražanac, Collegium 1704, Václav Luks
Werke von Alessandro Stradella

Officium 2 – La Capella Reial · Hespèrion XXI · Savall      

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Kollegienkirche

Interpreten: La Capella Reial de Catalunya, Hespèrion XXI, Jordi Savall
Werke von Tomás Luis de Victoria

Wiener Philharmoniker · Andris Nelsons

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Großes Festspielhaus

Interpreten: Håkan Hardenberger, Lucy Crowe, Bernarda Fink, Chor des Bayerischen Rundfunks, Howard Arman, Wiener Philharmoniker, Andris Nelsons
Werke von Bernd Alois Zimmermann, Gustav Mahler

Cy Twombly · Untitled, 1985 · Collection Cy Twombly Foundation · Courtesy: Archives Nicola Del Roscio , © Cy Twombly Foundation, 2017

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Passion: Das meint in der Musik zunächst den Bericht von Leiden und Tod Jesu. Aber wäre irgendeine Kunst ohne Passion denkbar, ohne brennende Leidenschaft? Leiden schafft vielerlei. Es kann Ziel – oder Mittel zum Zweck – einer theologisch verstandenen Erlösung sein, einer allgemein spirituellen Überwindung, einer Entgrenzung. Leiden kann auch schöpferische Kräfte mobilisieren, kann Ausgangspunkt für neue künstlerische Taten werden. 

Die Ouverture spirituelle versammelt diesmal Werke, die das Erduldete fühlbar machen, das Durchlebte, Durchlittene, das obsessiv Verhandelte. Manches fordert sogar von den Ausführenden extreme, oft dem Leiden nahe Versenkung – und verschont auch das Publikum nicht mit ungeahnten Erfahrungen auf klingenden Kreuzwegen. Wie schon von der griechischen Tragödie intendiert, mögen auch hier Jammer und Schaudern zur Katharsis, zur seelischen Reinigung führen. 

Pendereckis monumentale Lukaspassion macht den Anfang. Sie schlägt Brücken in die Renaissance, zu Finstermetten der Karwoche; ins Barock, zu Biber und zu Bachs h-Moll-Messe; in die Klassik, zu Mozart und zu Beethovens Christus am Ölberge; in die Romantik, zu Liszts rätselhaftem Spätwerk Via crucis. Und ins 20. Jahrhundert – zu Galina Ustwolskaja, in deren Musik Leiden und Leidenschaft exemplarisch zusammenfallen. Bedeutende Werke der Filmgeschichte, wie Pier Paolo Pasolinis Il Vangelo secondo Matteo, spiegeln das Thema auf ihre Weise. Alessandro Stradellas San Giovanni Battista bildet wiederum zu Strauss’ Salome ein barockes Gegenstück. Der letzte Abend bündelt nochmals alle Passionen – mit Bernd Alois Zimmermanns Trompetenkonzert Nobody knows de trouble I see, das gegen Rassismus aufbegehrt, und Mahlers Zweiter, der „Auferstehungssymphonie“: „Sterben werd’ ich, um zu leben!“