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SALZBURGER FESTSPIELE | KONZERT 2014

Zyklus Anton Bruckner • Bruckner IV

KARTEN

Großes Festspielhaus

Interpreten: Daniel Barenboim, Plácido Domingo, Wiener Singverein, Johannes Prinz, Wiener Philharmoniker
Werke von Max Reger, Anton Bruckner

Zyklus Anton Bruckner • Bruckner VIII

KARTEN

Großes Festspielhaus

Interpreten: Riccardo Chailly, Wiener Philharmoniker
Werke von Anton Bruckner

Zyklus Anton Bruckner • Bruckner V

KARTEN

Großes Festspielhaus

Interpreten: Bernard Haitink, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Werke von Anton Bruckner

Zyklus Anton Bruckner • Bruckner II

KARTEN

Großes Festspielhaus

Interpreten: Philippe Jordan, Olga Peretyatko, Sophie Rennert, Pavol Breslik, Tobias Kehrer, Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor, Ernst Raffelsberger, Wiener Philharmoniker
Werke von Anton Bruckner

Zyklus Anton Bruckner • Bruckner IX

KARTEN

Großes Festspielhaus

Interpreten: Christoph von Dohnányi, Eva-Maria Westbroek, Philharmonia Orchestra
Werke von Richard Strauss, Anton Bruckner

Zyklus Anton Bruckner • Bruckner I

KARTEN

Felsenreitschule

Interpreten: Cornelius Meister, Philippe Jaroussky, ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Werke von Marc-André Dalbavie, Anton Bruckner

Zyklus Anton Bruckner • Bruckner VI

KARTEN

Großes Festspielhaus

Interpreten: Riccardo Muti, Wiener Philharmoniker
Werke von Franz Schubert, Anton Bruckner

Zyklus Anton Bruckner • Bruckner VII

KARTEN

Großes Festspielhaus

Interpreten: Christoph Eschenbach, Tzimon Barto, Gustav Mahler Jugendorchester
Werke von Wolfgang Rihm, Anton Bruckner

Zyklus Anton Bruckner • Bruckner III

KARTEN

Großes Festspielhaus

Interpreten: Daniele Gatti, Lang Lang, Wiener Philharmoniker
Werke von Wolfgang A. Mozart, Anton Bruckner

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„Kein Cäsar würde den Componisten fürchten, und doch komponiert er nichts als Hochverrath, Empörung und Tyrannenmord“: Es bedurfte eines erklärten Gegners von Anton Bruckner, um das subversive Potenzial im Schaffen des vielfach als bieder-devot beschriebenen Menschen hellsichtig zu benennen. Bruckner sei, so der Kritiker Max Kalbeck 1885 weiter, „der Gefährlichste unter den musikalischen Neuerern des Tages: seine Gedanken liegen außer aller Berechnung, und das Unvermittelte in ihnen besitzt eine verführerische, magische Kraft“. – Ob nun dämonisiert, als naiver Hinterwäldler abgetan oder von seinen Getreuen geradezu heiliggesprochen, schuf er kompromisslose Partituren „für spätere Zeiten“ und war doch durch quälerische Selbstkritik und die Aussicht auf kurzfristigen Erfolg zu Konzessionen und Umarbeitungen bereit: Genialische Widersprüche scheinen Leben und Werk Anton Bruckners zu prägen, die zugleich seinen singulären Rang in der Musikgeschichte untermauern. Als glühender Wagner-Verehrer wurde er zu den fortschrittlichen „Neudeutschen“ gerechnet, was ihn jedoch nicht daran hinderte, mit Beharrlichkeit an der Gattung der Symphonie festzuhalten, die er sich zu einem eigenen Typus formte, der musikalisch verblüffend wenig mit Wagner zu tun hat. Die Entwicklung von Themen aus geheimnisvollem Raunen, komplexe kontrapunktische Durchwirkung, markige Musizierlust, die Erhabenheit von Chorälen und mehr, all das bildet, in riesenhafte Steigerungswellen gegossen, eine monumentale musikalische Architektur voll rückhaltloser Expression, jäher Abgründe, spiritueller Obertöne und immer wieder bestürzender Modernität. Von der aufmüpfig-widerborstigen Ersten, dem „kecken Beserl“, das Bruckner im Alter von über 40 Jahren schuf, bis zu der in kindlicher Frömmigkeit „dem lieben Gott“ gewidmeten, mystisch-transzendentalen Neunten, die 30 Jahre später unvollendet bleiben sollte, fächern illustre Bruckner-Interpreten der Gegenwart diesen faszinierenden symphonischen Kosmos auf.

Walter Weidringer

EDITORIAL 2014

Das Konzert 2014

von Alexander Pereira und Florian Wiegand

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