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SALZBURGER FESTSPIELE | KONZERT 2013

Zyklus Gustav Mahler • Mahler VIII

Großes Festspielhaus

Interpreten: Gustavo Dudamel, Emily Magee, Juliane Banse, Anna Prohaska, Yvonne Naef, Birgit Remmert, Klaus Florian Vogt, Detlef Roth, Kurt Rydl, Pablo Castellanos, Chorsänger von „superar“, Gerald Wirth, Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor, Wolfgang Götz, Simón Bolívar National Youth Choir of Venezuela, Lourdes Sánchez, Wiener Singverein, Johannes Prinz, Simón Bolívar Symphony Orchestra of Venezuela
Werke von Gustav Mahler

Zyklus Gustav Mahler • Mahler III

Großes Festspielhaus

Interpreten: Gustavo Dudamel, Anna Larsson, Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor, Wolfgang Götz, Simón Bolívar National Youth Choir of Venezuela, Lourdes Sánchez, Simón Bolívar Symphony Orchestra of Venezuela
Werke von Gustav Mahler

Zyklus Gustav Mahler • Mahler V

Großes Festspielhaus

Interpreten: Zubin Mehta, Pinchas Zukerman, Wiener Philharmoniker
Werke von Wolfgang A. Mozart, Gustav Mahler

Zyklus Gustav Mahler • Mahler VII

Großes Festspielhaus

Interpreten: Gustavo Dudamel, Simón Bolívar Symphony Orchestra of Venezuela
Werke von Gustav Mahler

Zyklus Gustav Mahler • Mahler I

Felsenreitschule

Interpreten: Jesús Parra, Simon Rattle, National Children’s Symphony Orchestra of Venezuela
Werke von George Gershwin, Alberto Ginastera, Gustav Mahler

Zyklus Gustav Mahler • Mahler IV

Felsenreitschule

Interpreten: Cornelius Meister, Christian Tetzlaff, Dorothea Röschmann, ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Werke von Bedřich Smetana, Harrison Birtwistle, Gustav Mahler

Zyklus Gustav Mahler • Mahler VI

Großes Festspielhaus

Interpreten: Michael Gielen, SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg
Werke von Gustav Mahler

Zyklus Gustav Mahler • Mahler IX

Großes Festspielhaus

Interpreten: Riccardo Chailly, Gewandhausorchester Leipzig
Werke von Gustav Mahler

SALZBURGER FESTSPIELE BLOG

Intensive Begegnung mit Gustav Mahler

21 JUL2013

by FESTSPIELKIEBITZ  19:14 h;
veröffentlicht in: Konzert, Allgemein

In seinen Symphonien formulierte Gustav Mahler eine Utopie, die er als „Sehnen über die Dinge dieser Welt hinaus“ bezeichnet hat. Mit der integralen Aufführung aller vollendeten neun Symphonien ist es im Rahmen der Salzburger Festspiele 2013 möglich, den Mahler’schen Kosmos in all seinen Facetten zu erleben. Um diese Begegnung mit Gustav Mahler noch intensiver zu gestalten, konnten wir Gilbert Kaplan, der sich wie wohl kein Zweiter in unserer Zeit mit dem Leben und Werk dieses Komponisten beschäftigt hat, zu zwei Vorträgen gewinnen.

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Ohne Titel, © Eva Schlegel

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Gustav Mahler
Die neun Symphonien

„Symphonie heißt mir eben: mit allen Mitteln der vorhandenen Technik eine Welt aufbauen.“ Der anlässlich seiner Dritten geäußerte, vielzitierte Satz darf als Motto über Gustav Mahlers ganzem Schaffen stehen. Seine Welt, das ist die längst hoffnungslos disparat gewordene Donaumonarchie in all ihrer Vielfalt und mit allen Widersprüchen und Gegensätzen – und das bedingt auch die für Mahler typischen stilistischen Querstände, extremen Kontraste und verblüffenden Gleichzeitigkeiten: Nicht nur Naturlaut und Volkslied, sondern auch Militärmarsch, Blasmusikfanfare und Tanzmusik finden Eingang in den bürgerlichen Konzertsaal und stehen gleichrangig neben der hehren, altehrwürdigen Kunst – wofür ein Kritiker dem Komponisten einmal gleich ein paar Jahre Gefängnis aufbrummen wollte. Dieser Zugang war zu kühn und neu, als dass er unwidersprochen geblieben wäre oder auf breites spontanes Verständnis hätte stoßen können. Dass Märsche in den Tod führen wie im Finale der Sechsten oder überhaupt ein zunächst gemessenes, dann wie irrwitzig explodierendes Kondukt begleiten wie etwa im Stirnsatz der Fünften, dass in gespenstischen Walzern immer wieder der Tod seine Fidel streicht, dass Polkas Verzweiflung übertünchen oder speziell Klezmer-Klänge unter Tränen lachen können, das alles hat „er als erster von allen und in dieser Weise nur er allein“ (H. H. Eggebrecht) in Tönen verwirklicht. Was wir hören, ist vielfach gespiegelt: Musik über Musik. Weist Mahlers Schaffen schon dadurch stets über den Abbildcharakter einer bloß anhäufenden Bestandsaufnahme heraus, formuliert sie dennoch auch eine Utopie, die er als „Sehnen über die Dinge dieser Welt hinaus“ benannt hat und die ihn dazu bringt, in seine Musik im doppelten Sinne einzugreifen – etwa im berühmten „Durchbruch“ der Ersten. „Ich sage Dir, mir ist manchmal selbst unheimlich zu Mute bei manchen Stellen, und es kommt mir vor, als ob ich das gar nicht gemacht hätte. Man ist sozusagen selbst nur ein Instrument, auf dem das Universum spielt.“

Walter Weidringer

EDITORIAL 2013

Das Konzert 2013

von Alexander Pereira und Florian Wiegand

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