
Programm Montblanc & Salzburg Festival Young Directors Project
Termine:
31. Juli.,
1., 2. und 3. August jeweils um 20:00 Uhr
Auftragswerk der Salzburger Festspiele, Uraufführung
Princess Zinzi Mhlongo, Regie
Thando Lobese, Bühne und Kostüme
Zimkitha Kumbaca, Komposition
Hlengiwe Lushaba Madlala, Choreographie
Mandla Mtshali, Lichtdesign
Thunyelwa Thambe Rachwene, Stage Manager
Termine:
10., 11., 12. und 13. August jeweils um 20:00 Uhr
Auftragswerk der Salzburger Festspiele, Uraufführung
Cornelia Rainer, Regie
Aurel Lenfert, Bühne und Kostüme
Sibylle Dudek, Dramaturgie
Schi-Lunsch-Naven (Sophie Hunger, Christian Prader, Julian Sartorius), Komposition
Christian Prader, Musikalische Leitung
Termine:
18.,
19., 21. und 22. August jeweils um 18:00 Uhr
Realisierung mit Hilfe der Technik von Le Quartz – Scène Nationale de Brest
Gastspiel der Company DACM
Gisèle Vienne, Konzeption, Choreografie und Bühnenbild
Stephen O'Malley, Musikalische Leitung und Produktion
Patrick Riou, Licht
Termine:
18.,
19., 21. und 22. August jeweils um 20:30 Uhr
Gisèle Vienne, Konzeption, Regie, Choreographie und Bühnenbild
Stephen O'Malley, Peter Rehberg, Komposition und Live elektronische Musik
Dennis Cooper, Text und Liedtexte
Patrick Riou, Licht
Fujiko Nakaya, Nebelskulptur
Shiro Takatani, Video
Termine:
27., 28., 29. und 30. August jeweils um 20:00 Uhr
Gastspiel der Performance Group Tuida
In koreanischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Bae Yo-Sup, Regie und Text
Han Jung-Rim, Komposition und Musikalische Leitung
Kim Kyung-Hee, Bühne und Puppen
Lee Jin-Hee, Kostüme
Chae Song-Hwa, Maske
Lee Hyun-Joo, Stage Manager und Licht
SPONSOR
FOTO
Éternelle Idole © Estelle Hanania / DACM
DOSSIER | YOUNG DIRECTORS PROJECT
Jakob Michael Reinhold Lenz: Sturm-und-Drang-Dichter; unbestritten sein außerordentliches Talent, vielfach belegt sein empfindliches Gemüt. In seinen jungen Jahren noch als literarisches Genie hochgelobt, gerät Lenz im Laufe seines Lebens mehr und mehr in Vereinzelung und Isolation. Für die geistige Enge seines streng religiösen Elternhauses und seiner Heimat in Livland ein zu großer Freigeist, für die Dichtergesellschaft rund um Goethe am Hof in Weimar zu wenig elegant, zu wenig höflich, zu wenig gut angezogen, schlichtweg zu arm, bleibt Lenz zeitlebens ein "Landläufer", ein Unbehauster und Unverstandener.
Wenige Jahrzehnte nach Lenz' Tod beschreibt Georg Büchner dessen Aufenthalt im Steintal, jener kargen wie eindrücklichen Landschaft. Zwanzig Tage verbringt Lenz dort im Hause des Pfarrers Oberlin. Zwanzig Tage, die zum Sinnbild einer lebenslänglichen Suche werden und in denen sich wiederkehrende Themen und Zustände verdichten: die allmähliche Verrückung der Wahrnehmung, das Einwirken der Natur, die Sehnsucht nach Gemeinschaft und Gemeinsamkeit mit den Anderen, die Zerrissenheit und Ambivalenz zwischen religiösem Wahn und Atheismus, zwischen Hybris und Selbstgeißelung, Manie und Langeweile, Traum und Wachheit.
Theater Montagnes Russes um die Regisseurin Cornelia Rainer nimmt Lenz' gut dokumentierten Aufenthalt im Steintal zum Ausgangspunkt für ein theatrales Porträt des Dichters. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Musik: Erstmals arbeitet Cornelia Rainer mit dem Schweizer Kollektiv Schi-lunsch-naven zusammen, bestehend aus der Musikerin Sophie Hunger und den Musikern Christian Prader und Julian Sartorius. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft – Cornelia Rainer stammt aus den Tiroler, die Mitglieder von Schi-lunsch-naven aus den Schweizer Bergen –, den einheimischen Dialekten und dem jeweiligen Liedgut prägt die Arbeiten aller.
Theater Montagnes Russes ist eine von der Regisseurin Cornelia Rainer geleitete Theatercompagnie, die projektweise verschiedene Interpreten zusammenführt. Eine kontinuierliche Zusammenarbeit gibt es mit dem Bühnen- und Kostümbildner Aurel Lenfert und der Dramaturgin Sibylle Dudek.
Eine Produktion von Theater Montagnes Russes