Claudia Lehmann

Claudia Lehmann ist promovierte Physikerin, Filmemacherin und Videokünstlerin. In ihrer künstlerischen Arbeit, die von Essay- bis Spielfilm, Musik- bis Kunstvideo, Installation bis Performance reicht, ist sie immer auf der Suche nach neuen Formen und Formaten. Nicht selten geht es um Wahrnehmung, Wirklichkeit oder die Untersuchung von Systemen oder Systemischem. Ihre Filme Memoryeffekt und Hans im Glück hatten bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin (Berlinale) Premiere. Mit X Filme Creative Pool realisierte sie die Juli-Zeh-Adaption Schilf. Daneben konzipiert und realisiert sie seit fast 20 Jahren Videobühnenbilder für das Theater, insbesondere für Nicolas Stemann, wie etwa für Die Kontrakte des Kaufmanns (Thalia Theater Hamburg/Schauspiel Köln, 2009), Faust I + II (Salzburger Festspiele, 2011) oder Die Schutzbefohlenen (Theater der Welt/Thalia Theater Hamburg, 2014). In ihrer langjährigen Zusammenarbeit mit Nicolas Stemann entwickelte sie auch ihre Live-Video-Performances und wirkte bei verschiedenen Inszenierungen mit.
Gemeinsam mit dem bildenden Künstler und Komponisten Konrad Hempel gründete sie das Institut für Experimentelle Angelegenheiten, kurz IXA. Mit Tamtam Film produzierten und realisierten sie etwa den dokumentarischen Essay Die Sinfonie der Ungewissheit.
Claudia Lehmann war Gastprofessorin für Digitale Medien an der Weißensee Kunsthochschule Berlin und ist seit 2019 Professorin für Filmkunst an der Universität Mozarteum Salzburg, wo sie zurzeit das Institut für Open Arts leitet. Sie spielt und singt bei der Berliner Formation Elementarstrategien. Ihre Videokunst war bei den Salzburger Festspielen, neben Faust I + II (2011), auch in Stemanns Inszenierung von Die Räuber (2008) zu sehen. Für Vergessene Stücke betreut sie bei den diesjährigen Salzburger Festspielen auch Arbeiten von Studierenden der Universität Mozarteum Salzburg.
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