David Tushingham

Dramaturg

David Tushingham, geboren in Newcastle upon Tyne (Großbritannien), studierte Anglistik an der University of Oxford und wurde zunächst ans National Theatre in London engagiert. Als Dramaturg und Kurator hat er mehrere internationale Festivals mitgestaltet, darunter die Wiener Festwochen, das Theaterfestival Theater der Welt und die Ruhrtriennale. Als Produktionsdramaturg betreute er zahlreiche Uraufführungen, u. a. Klaus Pohls Karate-Billi kehrt zurück (Deutsches Schauspielhaus in Hamburg), Salman Rushdies Haroun and the Sea of Stories (National Theatre, London), David Gieselmanns Mr Kolpert (Royal Court Theatre, London), Simon Stephens’ Pornografie (Festival Theaterformen), Salt (Ruhrtriennale) und Michel van der Aas Musiktheater Das Buch der Unruhe nach Fernando Pessoa (LINZ 2009 Kulturhauptstadt Europas). Bei den Salzburger Festspielen war er für die Dramaturgie der Jedermann-Produktion 2013 bis 2016 (Regie: Brian Mertes, Julian Crouch) verantwortlich; 2014 wirkte er als Dramaturg in The Forbidden Zone und in 36566 Tage im Rahmen des Young Directors Project mit.

Er hat zahlreiche deutschsprachige Theaterstücke ins Englische übersetzt, darunter Werke von Rainer Werner Fassbinder, Rainald Goetz, Ferdinand von Schirach und Teresa Dopler — mit Aufführungen von Accra (Ghana) bis Auckland und von Bangalore bis New York. Mit den Autor·innen Dea Loher, Falk Richter und Roland Schimmelpfennig verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit, ebenso mit dem Künstler Mats Staub.

2023 wurde David Tushingham für seine Übersetzungen deutscher Dramatik der Preis der Autorenstiftung Frankfurt am Main verliehen.

mehr dazu weniger anzeigen
Stand: Juli 2024