Ivan Ludlow
Bariton

Quelle: weiler-artists.de
Der in London geborene Bariton Ivan Ludlow studierte an der Guildhall School of Music and Drama und erhielt seine bühnenpraktische Ausbildung am National Opera Studio. Bereits zu dieser Zeit gab er sein Operndebut beim italienischen Batignano Festival und trat als Tschaikowskys Eugen Onegin beim Buxton Festival auf. Mittlerweile war er an vielen bedeutenden europäischen Opernhäusern zu Gast: An der Opéra National de Bordeaux sang er den Escamillo in Peter Brooks Adaption von Bizets Carmen, an der Pariser Opéra Comique übernahm er den Danilo in Lehárs Lustiger Witwe; die Opéra de Lyon verpflichtete ihn als Demetrius in Brittens A Midsummer Night’s Dream, das Théâtre du Capitole de Toulouse für eine Produktion von Monteverdis Poppea unter der Leitung von Christophe Rousset.
Besondere Anerkennung erfährt er als Interpret moderner und zeitgenössischer Musik. So gestaltete Iwan Ludlow im Sommer 2013 die Partie des Agravain in Harrison Birtwistles Gawain bei den Salzburger Festspielen und interpretierte 2016 Heinz Holliger Vokalzyklus Lunea in Portugal. Dort wirkte er auch bei der Uraufführung von Francesco Filideis Oper Giordano Bruno mit, die anschließend am Piccolo Teatro Mailand, in Strasbourg, Paris und Reggio Emilia gezeigt wurde. 2017 debütierte er als Tierbändiger/Athlet in einer von Christoph Marthaler inszenierten und von Kent Nagano dirigierten Neuproduktion von Lulu an der Hamburgischen Staatsoper. 2018 war er an der Oper Zürich in der Uraufführungsproduktion von Heinz Holligers Oper Lunea zu erleben, an der Opéra de Paris kreierte er die Partie des Antiochus in der Uraufführung von Michael Jarrells Oper Bérénice. Sein Debüt an der Münchner Staatsoper gab er 2021 als Herzog von Albany in Christoph Marthalers Inszenierung von Aribert Reimanns Lear, am Theater Klagenfurt übernahm er die Titelpartie in einer Neuinszenierung von Rihms Jakob Lenz. 2023 kehrte er als Edward II. in George Benjamins Lessons of Love and violence an die Oper Zürich zurück.
Konzertverpflichtungen führten Ivan Ludlow unter anderem zum Lucerne Festival, dem Festival dei Due Mondi in Spoleto sowie der Casa da Música in Porto. Er ist ein passionierter Liedsänger und zählt zu den Gründungsmitgliedern des Londoner Bridge Ensembles. Ivan Ludlows CD-Einspielungen umfassen Poulencs sämtliche Lieder mit Graham Johnson (Hyperion) sowie Henrik Hallstenius’ Ophelia: death by water singing (LAWO classics), gemeinsam mit dem London Bridge Ensemble erschienen Werke von Fauré und Schumann
(sonimage) und Lieder von Frank Bridge (Dutton).
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