Marc Mauillon
Bariton und Tenor

Quelle: lagence-management.com
„Ein außergewöhnlicher Sänger, wie könnte man Marc Mauillon besser beschreiben?“
Mit dem Umfang und der Einzigartigkeit seines Repertoires, seiner unverkennbaren Stimme und präzisen Diktion hat Marc Mauillon eine ganz persönliche Stellung in der heutigen Opernszene. Mal als Bariton, mal als Tenor, passt dieser musikalische Chamäleon seine Farben den Stilen und Charakteren an, denen er begegnet.
Auf der Opernbühne zeigt er sich als komischer Charakter (Papageno, Monostatos, Bobinet aus La Vie Parisienne, Merkur in Orphée aux enfers, Seymour in La Petite Boutique des Horreurs), als dämonische Gottheit (der Hass in Lullys Armide, Tisiphone in Hippolyte et Aricie), als tragischer Held (Titelrollen in Cavallis Egisto, Monteverdis Orfeo, Debussys Pelléas, Blows Adonis, Pélée in Marais‘ Alcione) oder sogar als tragische Heldin (Raulito in Strasnoys Cachafaz).
Im Konzert singt er sowohl höfische Lieder (Lambert, Charpentier, Bacilly …) als auch kleine und große französische Motetten (Charpentier, Lully, Rameau, Couperin …), italienische Madrigale (Monteverdi, Gesualdo), weltliche und geistliche Kantaten (Bach, Händel, Vivaldi, Telemann, Montéclair, Clérambault) sowie Programme mittelalterlicher und Renaissance-Musik.
Er arbeitet mit Dirigenten wie W. Christie (Preisträger des ersten Jardin des Voix 2002), M. Minkowski, R. Pichon, C. Rousset, A. Altinoglu, J. Savall, V. Dumestre, H. Niquet, E. Haïm, M. Pascal, L. Langrée, F.-X. Roth und Regisseuren wie L. Hemleb, D. Warner, B. Lazar, I. Alexandre, R. Carsen, J. Mijnssen, B. Twist, V. Lesort & C. Hecq, C. Klapisch, M. Clément.
Der Liederabend und die Kammermusik nehmen in seinem Schaffen eine besondere Stellung ein. Diese Programme untersuchen intensiv die Beziehung zwischen Musik, Poesie und Gesang, sei es mit Machaut (mit P. Hamon, V. Biffi und A. Mauillon), Peri und Caccini (mit A. Mauillon) oder jüngst mit Je m’abandonne à vous, basierend auf den Gedichten der Comtesse de la Suze (mit A. Mauillon und M. Rignol), den Leçons de Ténèbres von Lambert (mit M. Rignol, T. Roussel und M. Mankar-Bennis), Poulenc/Eluard (mit G. Coppola), Musikern des Ersten Weltkriegs sowie Fauré und seine Dichter (mit A. Le Bozec). 2024 erscheinen Ronsard et la musique, cueillez cueillez votre jeunesse (mit Doulce Mémoire und A. Le Bozec) und The experts: Bach & Silbermann families (mit Les Surprises).
2016 schuf er Songline, einen monodischen A-cappella-Liederabend in Bewegung und Licht.
In der Saison 2024/2025 übernimmt er die Rollen des Momus und Merkur in Les Fêtes d’Hébé an der Opéra-Comique (W. Christie/R. Carsen) sowie des Pollux in Castor et Pollux an der Pariser Oper (T. Currentzis/P. Sellars). Zudem wird er als Silvio in Bizets Le Docteur Miracle am Théâtre du Châtelet zu sehen sein. Er tritt außerdem mit den Ensembles Les Surprises, Les Arts Florissants, Les Trouveurs, Les Joueurs de traverse, Pierre Hamon, Anne Le Bozec, Angélique Mauillon und Pascal Sanchez in verschiedenen Konzerten und Liederabenden auf.
Marc Mauillon wird regelmäßig eingeladen, Masterclasses, Workshops und Schulungen in Frankreich und im Ausland zu geben. Von 2018 bis 2024 lehrte er Interpretation mittelalterlicher weltlicher Musik im Masterstudiengang Alte Musik an der Sorbonne, nachdem er von 2014 bis 2018 Gesang am Pôle Sup’93 (Aubervilliers-La Courneuve) unterrichtete.
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