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PROGRAMMDETAIL

Jenseits der Grenze
Peter Handke • Die Wiederholung

In Zusammenarbeit mit der Universität Salzburg/Stefan Zweig Centre

AUFFÜHRUNG

  • 20. August 2011, 19:30 Uhr

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BESETZUNG

Mit Gert Voss

ZUR PRODUKTION

Die Wiederholung ist der Bericht über eine Sommerreise ins Slowenische, die ein junger Mann namens Filip Kobal auf den Spuren seines verschollenen älteren Bruders Gregor unternimmt. Der Erzähler ist Filip Kobal selber, der aus der Entfernung eines Vierteljahrhunderts auf die damalige Zeit zurückblickt. Soviel wir von ihm erfahren über den jungen Filip Kobal, so wenig ist der inzwischen in mittleren Jahren stehende Erzähler bereit, uns Aufschluss zu geben über seine jetzige Person. Beinahe ist es darum, als sei er, den wir bloß an seinen Worten erkennen können, der verschollene Bruder selber … Die Überquerung der Grenze eröffnet Filip ein neues Reich. (W. G. Sebald)

Jenseits der Grenze
Peter Handkes Stück Immer noch Sturm eröffnet die vielfältigsten Bezüge zum bisherigen Schaffen des Dichters und zur jüngeren Zeitgeschichte Österreichs und Europas. Beides soll in einem Begleitprogramm zur Aufführung näher betrachtet werden: die verwandelt auftauchenden Motive und Themen früherer Werke, wie sie zum Beispiel in ähnlichen Familienkonstellationen bereits in seinem Stück Über die Dörfer oder in dem Roman Die Wiederholung erscheinen; aber auch Handkes Blick auf den Widerstand der kärntnerslowenischen Partisanen in der Zeit des Nationalsozialismus. Der Titel „Jenseits der Grenze“ ist einem Aufsatz von W. G. Sebald entnommen und weist auch auf die metaphysische Dimension von Peter Handkes szenischem Traumspiel hin. Die Fragen, wie und wo eine Heimat zu finden sei, ob Literatur eine Form von Frieden stiften oder selbst in der Welt darstellen kann und wo die Wut und das Geheimnis in ihrer Form verborgen liegen, sind in Peter Handkes Werk von Anbeginn präsent.

Vom 13. bis 19. August wird sich die Edmundsburg, auf dem Mönchsberg unmittelbar über den Festspielhäusern gelegen, auf der Terrasse in eine osmiza verwandeln, zwei Stunden vor Veranstaltungsbeginn bis in die Nacht mit slowenischem Wein und Schinken aus dem Karst aufwarten und im Europasaal mit Gesprächen, Vorträgen und Filmvorführungen Einblicke in Handkes Welt anbieten.




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