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Salzburger Festspiele / Konzert
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SALZBURGER FESTSPIELE | KONZERT 2018

Klangforum Wien · Volkov · The Orlando Consort

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Kollegienkirche

Interpreten: Evert Sooster, Klangforum Wien, Ilan Volkov, The Orlando Consort
Werke von Galina Ustwolskaja, Carl Theodor Dreyer

Levit · BR-Chor · Arman · Kopatchinskaja · Hinterhäuser

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Stiftung Mozarteum – Großer Saal

Interpreten: Igor Levit, Chor des Bayerischen Rundfunks, Howard Arman, Patricia Kopatchinskaja, Markus Hinterhäuser
Werke von Franz Liszt, Galina Ustwolskaja

Klaviersonaten – Hinterhäuser

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Stiftung Mozarteum – Großer Saal

Interpreten: Markus Hinterhäuser
Werke von Galina Ustwolskaja

Collegium Vocale Gent · Herreweghe · Klangforum Wien · Volkov  

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Kollegienkirche

Interpreten: Collegium Vocale Gent, Orchester des Collegium Vocale Gent , Philippe Herreweghe, Marino Formenti, Klangforum Wien, Ilan Volkov
Werke von Heinrich Schütz, Galina Ustwolskaja

Klangforum Wien · Volkov   

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Stiftung Mozarteum – Großer Saal

Interpreten: Evert Sooster, Florian Müller, Klangforum Wien, Ilan Volkov
Werke von Galina Ustwolskaja

Cy Twombly · Shades of Night, 1977 · Collection Cy Twombly Foundation · Courtesy: Cy Twombly Foundation, © Cy Twombly Foundation, 2017

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Selten waren Leid und Leidenschaft, unerschütterlicher Glaube und tiefe Verzweiflung, das Gewaltige und das Gewaltsame so eng miteinander verbunden wie im Schaffen von Galina Ustwolskaja (1919–2006). Ihr eigentümlich schmerzhafter, dissonanzreicher Stil ist voller Extreme und verweigert sich allen Schulen. Immer ging ihr Denken aufs große Ganze: Ihre Symphonien können mit wenigen, oft disparat wirkenden Instrumenten in kurzer Zeit die Welt beschreiben. Aber diese Welt liegt im Argen. Dennoch oder gerade deswegen tragen sie Titel wie Wahre, ewige Seligkeit, Jesus Messias, errette uns!, Gebet oder Amen

Den Begriff „Kammermusik“ wollte Galina Ustwolskaja für ihre obsessiven Seelenerkundungen zu Recht nicht gelten lassen. Drei Werke nannte sie schlicht „Komposition“ und gab auch ihnen religiöse Untertitel: Dona nobis pacem, Dies irae und Benedictus qui venit. Das Herzstück ihres Œuvres bilden die sechs Sonaten für Klavier: Zwischen 1947 und 1988 entstanden, schreiten sie einen enormen musikalischen Raum aus, werden zum Prüfstein für Interpreten und Publikum gleichermaßen. 

Dass ein solches Komponieren im Widerspruch zur offiziellen Doktrin in der Sowjetunion stand, versteht sich von selbst. Dmitri Schostakowitsch hat sich für die Einzelgängerin immer wieder eingesetzt. „Nicht Du befindest Dich unter meinem Einfluss“, schrieb er seiner ehemaligen Studentin einmal, „sondern ich mich unter Deinem“. Er vertraute auf ihr Urteil, zitierte sie in mehreren Werken – sie selbst jedoch hat niemals jemanden zitiert. 

„Zeit mit Ustwolskaja“ bietet die Gelegenheit, sich dem singulären Werk dieser unverwechselbaren musikalischen Stimme konzentriert hinzugeben – und ihren Schmerz ebenso mitzufühlen wie ihre Passion.